Donnerstag, 31. Dezember 2009

Sonniger Süden

Auf der Fahrt nach Kroatien. Am 25.12.2009. Nachmittag. Kurz hinter Zagreb.

 

So lasse ich mir die Erderwärmung eingehen. So warm ist es ja nicht mal an Ostern!

Nette Nachbarschaft

Wie gesagt bin ich ja Ausland. Im zuge dessen war ich seit einer Woche, abgesehen von einem kurzen Besuch im Internetcafé, nicht online.
Gestern Abend ist mir aufgefallen, warum ich nicht in das ungesicherte wlan des Nachbarn rein konnte: ich musste das Häkchen bei "IP-Adresse automatisch beziehen" setzen.
Einen Vorteil hatte die Internetabstinenz: Ich bin auf Grund der dadurch bedingten Langeweile fast mit Strafrecht lernen fertig...

Donnerstag, 24. Dezember 2009

Ich bin dann mal weg...

Meine lieben Leser, ja ich mein euch alle drei!
Ich wünsche euch an dieser Stelle frohe Weihnachten und einen guten RauschRutsch ins neue Jahr!
Ich für meinen Teil verabschiedene mich vorübergehend, um euch dann im neuen Jahr wieder mit unterhaltsamem, investigativem, sprachlich wertvollem oder sonst wie sinnlosem content zu beglücken.
Die nächsten zwei Wochen verbringe ich bei meinen Verwandten. Falls mich wer sucht, ich bin hier:


99+0=139...

Weil meine Augen wieder mal etwas schlechter geworden sind, brauche ich neue Kontaktlinsen. Ich bekam vom Optiker meines Vertraens ein "kostenloses Probepaar", um herauszufinden ob und wie gut ich die neuen Linsen vertrage.
Am Montag war ich wieder dort, um nachsehen zu lassen, ob alles in Ordnung ist und um insofern neue nachzubestellen. Wie erwartet gabs keine Probleme und die nette Nasenfahrradfachverkäuferin bestellte einen Halbjahresvorrat.
Interessant dabei war, wie der Preis zustande kam:
Die Linsen kosten für ein halbes Jahr 99,- Euro, wenn ich wieder welche nachbestelle. Bei der ersten Bestellung kosten die "inklusive dem kostenlosen Probepaar" (O-Ton!) 139,- Euro.

Ja, ich werde meine Linsen in Zukunft übers Internet ordern. Für Linktips bin ich dankbar.

Dienstag, 22. Dezember 2009

Ich kenns halt nicht anders...

Ich habe mich in der Vergangenheit ein wenig über das "Binnen-I" lustig gemacht. Dieses wird häufig von GruppenInnen verwendet, die sich selbst als "politisch korrekt" verstehen. Da dies auch auf die BesetzerInnen der Uni Regensburg zutrifft, bin ich seit einigen Wochen dementsprechend oft damit konfrontiert.
Jetzt frage ich mich natürlich, ob ich vielleicht politisch desorientiert bin. Warum bin ich dagegen, das Personengruppen explizit in männlich und weiblich aufgeteilt werden? Nun ja:
  • Es ist umständlich. 
  • Es schadet der Lesbarkeit eines Textes. 
  • Er führt leicht zu Missverständnissen. 
  • Negative Personengruppen werden nicht bedacht - oder hat schon mal jemand etwas von SelbstmordattentäterInnen gehört!? Wo ist da die Gleichbehandlung?
Und schließlich stellte ich mir immer vor, etwas explzit zu benennen, vergrößere nur den Spalt, den man damit zu überbrücken sucht. Je genauer man etwas trennt, desto mehr betont man doch den Unterschied. Also doch genau das Gegenteil von Gleichbehandlung.

Seit heute Nachmittag weiß ich aber, warum ich wirklich dagegen bin: Ich habs nicht anders gelernt. Tagtäglich bin ich mit dem falschen, politisch nicht korrekten und aufs äußerste verwerflichen Frauenbild konfrontiert. Und das nicht etwa zu Hause. Oder bei den falschen Freunden. Sondern in der Bibliothek, in juristischen Lehrbüchern! Beispiel gefällig? Bitteschön:
"So ist bei Verkäuferinnen, Angestellten und Lehrlingen in einem Ladengeschäft kleinen und mittleren Zuschnitts, dessen Führung sich unter der persönlichen Mitwirkung des Geschäftsinhabers zu vollziehen pflegt, nach der Verkehrsauffassung nicht Mitgewahrsam, sondern Alleingewahrsam des Geschäftsführers an den Waren, wie am Geld in der Kasse anzunehmen."*
Schön oder? Keine Rede von den männlichen Verkäufern**. Und ganz selbstverständlich ist ein Mann Geschäftsführer und -inhaber. Ich habe übrigens nachgesehen, es gibt keine Generalklausel am Anfang des Buches, die erklärt, alle Bezeichnungen bezögen sich auf Männlein und Weiblein.

*Wessels/Hillenkamp, Strafrecht Besonderer Teil 2, C.F. Müller Verlag, 32. Auflage, Heidelberg u.a. 2009, S. 47, Rn. 88.
**Na toll. Obwohl "Verkäufer" nach der "politisch korrekten" Anschauung bereits alles weibliche ausschließt, muss ich "männlich" dazu schreiben, um sicher zu gehen, dass es richtig verstanden wird.

Montag, 21. Dezember 2009

Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich.

Das Vefahren gegen die regensburger Polizisten, die den Studenten Tennessee Eisenberg erschossen haben, wurde eingestellt. Die Staatsanwltschaft ist zu dem Ergenbnis gekommen, das Verhalten der Beamten sei durch Nothilfe bzw. Notwehr "gebot und damit gerechtfertigt" gewesen (siehe SPON).

Wie um alles in der Welt kann die Staatsanwaltschaft zu einem so sicheren Ergebnis kommen? Schon die Tatsache, dass mehrere Polizisten einem Studenten nicht Herr werden, ist seltsam. Ganz zu schweigen vom Gutachten, das von der Familie des Getöteten in Auftrag gegeben wurde.

Gegen einen normalen Bürger würde das Verfahren sicherlich geführt werden. Denn es heißt ja so schön in Art. 3 I GG: "Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich." Nach meinem Empfinden, kommen Polizisten vor Gericht allerdings immer sehr sehr glimpflich, wenn nicht sogar ungestraft davon. Ich würde jetzt zwar nicht so weit gehen, zu behaupten, Polizisten wären, im Umkehrschluss zum Art 3 I GG, keine Menschen, aber...

Sonntag, 20. Dezember 2009

Verloren im Weltweitnetz VIII - Ich bin nicht allein!

Ha! Kaum verlier ich ein paar Worte darüber, dass die Erderwärmung vielleicht doch gar nicht sooooo tragisch ist, stoß ich auch gleich auf einen Autor, der diese Meinung teilt! Michael Limburg schrieb das Buch "Klimahysterie - was ist dran?: Der neue Nairobi-Report über Klimawandel, Klimaschwindel und Klimawahn".
Hier wurde er von Jan Böhmermann (teilweise unbekannt aus Funk und Fernsehen) interviewt:




http://www.boehmermann.de/wp-trackback.php?p=1318

Also genau genommen...

Diese Woche wartet "Der Spiegel" mit einem meiner Meinung nach etwas provokantem Titelthema auf: "Wer hat den stärkeren Gott - Islam und Christentum: Der ewige Zwist".

Im Großen und Ganzen geht es darum, welche Gemeinsamkeiten und Differenzen die beiden Religionen haben, wie sie sich im Laufe der Zeit entwickelten und wie Bibel und der Koran früher und heute verstanden werden beziehungsweise, welche Bedeutung sie für die Gläubigen haben.. Fazit des Textes: Beide Religionen wird es auch Zukunft noch geben und es wird kurz aufgezeigt, dass es eine veritable liberale Strömung im Islam gibt. Naja alles in allem zwar lesenswert, aber jetzt keine bahnbrecheneden Erkenntnisse.

Aber nichtsdestotrotz werde ich jetzt ein paar Haare feinsäuberlich spalten:
"Als Friedrich Nietzsche („Gott ist tot“) im Jahr 1900 starb, gab es weltweit twa 200 Millionen Muslime. Heute sind es 1,5 Milliarden. Das ist ein Wachstum um den Faktor sieben.
Christen aller Konfessionen gibt es derzeit etwa zwei Milliarden. Deren Zahl hat sich seit 1900 nur knapp vervierfacht."
Der Spiegel, 52/2009, S. 106, mittlere Spalte

Wenn man sich die Zahlen genau ansieht, erkennt man, dass die Zahl der Muslime um ca. 1,3 Milliarden zugenommen hat. Christen sind allerdings um 1,5 Milliarden mehr geworden. Also waren die christlichen Missionare nach dieser Zahl immernoch erfolgreicher und die Differenz ist im Vergleich zu der im Jahr 1900 sogar noch größer geworden.

Schlechtes timing

Da trifft sich die politische Führungselite der ganze Welt in Kopenhagen um über den Klimawandel zu konferieren und was kommt dabei raus: fast nichts.

Wenn ich so aus dem Fesnter schaue, weiß ich gar nicht, ob das momentan so schlimm finde. Die Natur macht gerade relativ wenig Werbung dafür, sich gegen die Erderwärmung zu engagieren.
Aktuelle Situation in Regensburg:






Wenigstens siehts so aus, als ob es dieses Jahr mal wieder weiße Weihnachten gibt.

Dienstag, 15. Dezember 2009

Man lernt auch fürs Leben...

"Herstudiert". So bezeichnet man in Bayern Personen, die sich durch herausragende fachliche Kompetenz auszeichnen. Allerdings schwingt bei diesem Wort auch eine leicht negative Note mit. Es bedeutet nämlich auch, dass die betreffende Person sonst vom "richtigen Leben" keine Ahnung hat. Solche Personen sind oft sozial wenig kompatibel und einfachste, für uns alltägliche Lebensabläufe, bereiten ihnen Schwierigkeiten. Sei es, weil sie es nie gelernt haben oder auch, weil sie es nach den vielen Jahren, die sie ausschließlich in Bibliotheken verbrachten, schlicht vergessen haben.
Doch auch an diese Menschen haben die juristischen Lehrbuchautoren gedacht. Anders kann ich mir die Textstelle, auf die ich heute gestoßen bin, nicht erklären. Eine ganze Randnummer lang wird da erklärt, wie ein Geldautomat funktioniert. Es beginnt mit:
"Die meisten Kreditinstitute haben Geldautomaten installiert, um ihren Kunden auch außerhalb der Schalterstunden das Abheben von Bargeld durch Verfügung über deren Girokonto zu ermöglichen."*
Weiter wird erklärt, dass dies nur durch Zusammenspiel von "Codekarte" und Geheimzahl funktioniert. Auch wie man durch die Eingabefelder geleitet wird und natürlich, dass der Automat die Karte einbehält, wenn "nicht spätestens nach der dritten Aufforderung die richtige Geheimzahl eingegeben wird"**.

*Wessels/Hillenkamp, Strafrecht Besonderer Teil 2, C.F. Müller Verlag, 32. Auflage, Heidelberg u.a. 2009, S. 76, Rn. 163.
**ebd.

Montag, 14. Dezember 2009

Sport = Zeit = Geld

Letzten Samstag war ich wieder sehr sportlich. Hab mir die Sportschau angeschaut. Und da war ja was los. Bundesligageschichte wurde geschrieben: Karim Haggui traf zwei Mal und Djakpa ein Mal - ins eigene Tor. Das gab es in der Geschichte der Bundesliga bisher noch nicht. Dabei drängt sich einem der Gedanke an Wettbetrug ja direkt auf. Andererseits fielen die Tore tatsächlich sehr unglücklich und auch würden die Spieler doch nicht so offensichtlich manipulieren - oder?

Abends widmete ich mich dann dem Kampfsport.

Sonntag, 13. Dezember 2009

Die Sensation geht weiter...

Nachedem letzte Woche eine bisher unbekannte Spezies in unserem Wohnheim entdeckt wurde, bahnt sich auch eine technische Sensation an. Wohnheiminterne Forscher sind auf der Suche nach dem kleinsten USB-Stick der Welt:


Samstag, 12. Dezember 2009

Mordgelüste gegen den DJ

Der letzte "Revan"-Besuch hat mich dazu bewogen, folgende Liste zu erstellen.

Songs, die ich in einer Disko nicht hören will, wenn nicht zufällig Bad-Taste-Party ist:
  • Aqua - Barbie-Girl
  • Rednex - Cotton-Eye-Joe
  • Vanilla Ice - Ice Ice Baby
  • Britney Spears - ...Baby One more Time 
  • "walking on sunshine" - egal, wer es singt
  • "I love Rock'n'Roll" - auch wurscht von wem
  • STS - Fürstenfeld
  • Donikkl - So a schena dog
und nicht zu vergessen:
  • alles von AC/DC!
Diese Liste ist noch lange nicht vollständig und wird noch ergänzt.

Mittwoch, 9. Dezember 2009

WM-Ausblick

Die Gruppengegner der Deutschen Nationalmannschaft stehen seit letztem Freitag fest: Am 13. Juni trifft sie in Durba auf Australien, am 18. Juni gehts in Port Elisabeth gegen Serbien und schließlich am 23. Juni in Johannisburg gegen Ghana.

Die kroatische und chinesische Wettmafia einigten sich nach zähen Verhandlungen auf folgende Ergebnisse:
Deutschland gewinnt alle Spiele mit folgenden Ergebnissen: 3:1, 1:0 und 4:1.
Verhandlungsort war die Deutschlandzentrale der "Robert-Hoyzer-Stiftung" in Berlin:



ispired by Katrin Bauerfeind in der Sendung von Harald Schmidt vom 3. Dezember 2009

Dienstag, 8. Dezember 2009

Skifoan is des Leiwandste...

Das Skiwochenende mit meinem Wohnheim liegt hinter mir. Abgesehen von wenigen Unstimmigkeiten mit dem Busfahrer, waren es drei Wahnsinnstage im Stubaital. Natürlich inklusive Après-Ski-Party. Ich war zwar letztes Jahr in Saalbach-Hinterglemm schon dabei, aber das, was in der "Mutterbergalm" abging, war schon von anderem Kaliber. Eine original Après-Ski-Party, wie ich sie bis dato nur aus dem Fernsehen kannte. Inklusive einem Pseudopromi, den zwar keiner kannte, der allerdings das halbe Etablissement reserviert hatte. Ansonsten noch anspruchsvollstes Liedgut, mit kulturell wertvollsten Texten. Und nicht zu vergessen:

Montag, 7. Dezember 2009

Neue Spezies in Studentenwohnheim entdeckt

Es kommt ja durchaus vor, dass sich in WG-Küchen verschiedene Klein- und Kleinsttierarten unglaublich wohl fühlen. Seltener dagegen passiert es, dass sich ganz neue Arten entwickeln. Eine solche ist jedoch in unserem schönen Wohnheim entdeckt worden: Der Mäüseköter.




Donnerstag, 3. Dezember 2009

Körperkultur

Aus der Pressemitteilung der Regensburger StudentInnen:
Es geht uns darum, das Bildungssystem zu verändern – nicht darum, den Kulturbetrieb auszuhebeln.

Heutige Veranstaltung im Audimax:



Da haben die StudentInnen ja Glück gehabt...



[Edit am 30.12.2009: Die Homepage der Besetzer hat sich (schon wieder) geändert. Auf Grund dessen stimmt der Link nicht mehr und führt nur noch auf dir Startseite. Allerdings kann ich die Pressemitteilung auf der neuen Seite nicht finden, daher belasse ich es vorerst mal dabei.]

Es weihnachtet in der Uni

Während der H2 und der H9 weiter besetzt sind, ist davon in der Jura/WiWi-Cafete immernoch wenig zu spüren. Die zukünftigen Rechtsverdrehen und Heuschrecken vertreiben sich die Zeit anderweitig:


Dienstag, 1. Dezember 2009

Lebenssachverhalt

Langsam werde ich ein Fan des Sachenrechtlehrbuchs von Prof. Dr. Hanns Prütting. Letztens ging es noch um das Zusammenleben von Mann und Frau. Diesmal fiel mir ein Fallbeispiel* aus dem Kapitel über den gutgläubigen Erwerb auf. Hier scheint es auf den ersten Blick so, als wolle der Autor den Studierenden auf das zukünftige Staranwaltsleben in Saus und Braus vorbereiten und bediene sich daher eines Beispieles aus diesem Milieu:
"K schließt mit V einen Kaufvertrag über die Lieferung von Koks."
Dieser Satz steht da ganz allein. Schön. Im Weiteren efährt man, dass es sich natürlich um Kohle handelt. Aber das von Anfang an zu sagen wäre ja langweilig.

*Prütting, Sachenrecht, Verlag C.H. Beck, 33. Auflage, München 2008, S. 175, Rn. 428.

Montag, 30. November 2009

Nah am Studierenden

Es ist ja in Ordnung, dass der abwesende Professor von wissenschaftlichen Mitarbeitern vertreten wird. Es sei auch darüber hinweg gesehen, dass diese rhetorisch vielleicht nicht so gewandt sind, wie der Lehrstuhlinhaber. Aber wenn ich mir die Vorlesung trotzdem antue anhöre, dann könnte man sich doch wohl solche Kommentare, bezüglich anderer Studenten, die den Hörsaal (im Nachhinein wohl zurecht) verlassen, sparen:
"Man kann sich ruhig auch Vorlesungen anhören, die von wissenschaftlichen Mitarbeitern gehalten werden. Ich bin ja viel näher an euch dran! Der Professor war damals im Exam der Beste in Bayern! Ohne eure Leistung schmälern zu wollen: das werden die wenigsten von euch schaffen. Da ist meine Leistung eher möglich - zumindest für die, die zu den Besten zehn Prozent in Bayern gehören!"
An diesem Punkt hätte sie (jaja es war eine wissenschaftliche MitarbeiterIN...) keinem böse sein dürfen, der jetzt auch gegangen wäre.

Samstag, 28. November 2009

Donnerstag, 26. November 2009

Verloren im Weltweitnetz VII - Wert eines Studenten...

Dieses Video wurde am 24.11. an der Philosophischen Fakultät in Rijeka aufgenommen: 



Übersetzung:
"Ihr habt alle Leute rausgeworfen, okay. Dies ist ein Labor, geht raus! Denn hier gibt es Gerätschaften, die mehr wert sind, als ihr alle zusammen!"
Auch wenn der Professor in gewisser Weise für die Geräte verantwortlich sein mag, könnte man bei dem Thema ein bisschen mehr Fingerspitzengefühl erwarten.

Standpunkt gefunden

War gestern auf der Demo und hab mir die Proteste mal aus der Nähe angesehen. Wie man an der linken Sidebar unschwer erkennen kann, weiß ich jetzt, dass ich den Bildungsstreik unterstütze. Auch wenn ich mich nicht mit allen Forderungen identifizieren kann, finde ich den Protest unterstützenswert.

Mittwoch, 25. November 2009

Dienstag, 24. November 2009

Netter Versuch

Auch in Kroatien streiken die Studenten.
Dort gab es heute vermeintliche Zugeständnisse von der Regierung:

Premierministerin Jadranka Kosor:
"Učinit ćemo sve da se osigura besplatno školovanje za sve studente koji izvršavaju svoje obveze."

"Wir werden alles dafür tun, eine kostenlose Ausbildung für alle Studenten zu gewährleisten, die ihren Verpflichtungen nachkommen."

Bildungsminister Radovan Fuchs:
"Od iduće akademske godine redoviti studenti neće više plaćati participaciju, što će omogućiti novi zakon o sveučilištima koji će potpuno reorganizirati sustav i otvoriti nove načine financiranja"

"Ab dem nächsten akademischen Jahr werden ordentliche Studenten keinen Beitrag mehr zahlen müssen, ermöglicht durch ein neues Hoschulgesetz, welches das System völlig neu organisieren und neue Finanzierungsmöglichkeiten eröffnen wird."

Die Studenten aber trauen dem Braten nicht so ganz.
Einerseits springt einem die Beschränkung auf  Studenten, "die ihren Verpflichtungen nachkommen" ins Auge. Dies soll wohl an den ECTS-Punkten gemessen werden. Außerdem wird es auch nur für das Erststudium gelten.
Andererseits stehen in Kroatien die Präsidentschaftswahlen vor der Tür. Es ist also sehr fraglich, ob das "neue Hochschulgesetz" nach den Wahlen in der Form zu Stande kommt.
Die Proteste gehen also weiter.

Quelle: http://www.tportal.hr/vijesti/hrvatska/44607/Studenti-izglasali-blokadu-Filozofskog-fakulteta.html

Verloren im Weltweitnetz VI - Ja keine Ahnung...

Ein eigentlich ganz gut gemachter Film. besonders den älteren Herren, der sich freut, dass nach 41 Jahren endlich wieder Studentenproteste sind, find ich cool. Nur sind auch zwei Studierend_Innen dabei, die irgendwie keine Ahnung haben, was sie da machen. Bin gespannt, ob man drauf kommt, wen ich meine:


Muss ich auch zündeln?

Die Uni Regensburg brennt. Also sie ist besetzt.

Vor einigen Tagen wurde ich von einem Leser gefragt, wann ich endlich was über den Bildungsstreik schreibe. Meine Antwort war, dass ich nicht genau weiß, auf welcher Seite ich stehe. Darauf die entsetzte Frage: "Wie kann man denn für Studiengebühren sein!?"

Bevor Missverständnisse aufkommen: Ich bin auch gegen Studiengebühren.
Ich weiß nur noch nicht, ob mir die Art wie dagegen protestiert wird, gefällt. Ich verfolge zwar den Blog der Regensburger Besetzer BesetzerInnen, aber ich werde mir das Ganze wohl erst mal aus der Nähe ansehen müssen.

Montag, 23. November 2009

12.54 Uhr, Jura-Cafete

Um es vorweg zu nehmen: Ja ich fühle mich deswegen schlecht. Zumindest ein bisschen. Ja ich weiß, im H2 protestieren meine Kommilitonen gegen Studiengebühren. Die harren dort Tage und Nächte aus, um auf die miserablen Studienbedingungen aufmerksam zu machen.

Und was mache ich?


Sitze mit meinen Juramädels um 13.00 Uhr in der Cafete. Kuchen essend und Prosecco trinkend...

Sonntag, 22. November 2009

Gentlewomen ist auch anders...

Kleiner Nachtrag zu meinem Beitrag über mangelnde Fairness im Fußball:



DamenFrauenfußball hab ich mir zarter vorgestellt...

Mittwoch, 18. November 2009

Romantik im Recht

Aus einem Lehrbuch für Sachenrecht*:
"Kein Fall von Besitzdienerschaft liegt vor beim Besitz von Ehegatten [...]."
Das hat mich spontan an eine der romantischten Zeilen aus der Feder des Herren Farin U. erinnert:

Ich bin ja tolerant, aber...

Ok, es gibt kirchliche Feiertage. An einigen Tagen herrscht Tanzverbot, wie Allerheiligen oder Karfreitag. Diese Tage haben auch eine besondere Bedeutung für das Leben in einer christlich geprägten Gesellschaft. Es sind Tage der Besinnung, des Totengedenkens, man verbringt den Tag mit der Familie. Das man an diesen Tagen keine Party macht, ist nachvollziehbar. Erst recht im katholischen Bayern.

Montag, 16. November 2009

Verloren im Weltweitnetz V - Geltungsdrang

Hast auch du Angst, einmal nicht im Mittelpunkt zu stehen? Hier eine kurze Videoanleitung, wie man dem entgegenwirken kann:

A gentleman's sport?

In der aktuellen Schiedsrichterzeitung findet sich ein Artikel über Schiedsrichtertrikots im Wandel der Zeit. Was meine Aufmerksamkeit besonders auf sich zog, war allerdings weniger der Artikel, als viel mehr dieses Foto und die dazugehörige Bildunterschrift:

Samstag, 14. November 2009

Deutlich in Unterzahl

Pro Spiel hat ein Schiri es mit, Auswechselspieler dazugezählt, 28 Spielern zu tun. An einem durchschnittlichen Wochenende mit zwei Spielen ist das Verhältnis Schiri zu Spieler also etwa 1:56. In einem Monat 1:224.
Da ist es klar, dass man sich nicht jedes Gesicht merkt.

Gestern in der "Revan": Ich geh so durch die Menge, als mich plötzlich einer anstrahlt:
"Heeeeee! Unser Lieblingsschiri! Wann pfeifst uns mal wieder?"
Zunächst fand ich schon mal gut, auf so eine nette Art begrüßt zu werden. Nur Dummerweise konnte ich überhaupt nicht einordnen, bei welchem Verein er spielt, geschweige denn, wie er heißt.
Nach bisschen Smalltalk bin ich drauf gekommen, dass er A-Jugendspieler ist. Vor drei Wochen war ich bei seinem Verein. Schätze mal der "Lieblingsschiri" bezog sich auch auf den 8:1-Sieg, den sie da einfuhren...
Jedenfalls musste ich ihn auf die Rückrunde vertrösten. Jetzt steht ja erst einmal die wohlverdiente Winterpause an.

Freitag, 13. November 2009

Willst du cool die Straße rocken...

...nimm die Hose aus den Socken!
Kleiner Nachtrag zur gestrigen Strafrechtsvorlesung:
Ich habe vor kurzem mal geschrieben, dass unser Prof gerne durch die Reihen geht und den Studierenden mehr oder weniger anspruchsvolle Fragen stellt. So auch gestern. Nun begab es sich am gestrigen Tage, dass just zu dem Zeitpunkt, als sich der Professor fast ganz oben befand, die dortige Tür auf ging. Die beiden eintretenen Herren wurden sofort herzlich begrüßt und aufgefordert Platz zu nehmen. Sie sahen sich zwar zunächst ein wenig verloren um, suchten sich dann aber ein gemütliches Plätzchen. Dieses befand sich glücklicherweise sehr weit vorne, sodass jeder beim hinuntergehen sah, dass die beiden... nun ja... zumindest nicht das juristische Kleidungsklischee erfüllten:

Donnerstag, 12. November 2009

Nicht lang drum rum reden...

...sondern gleich zum Punkt kommen:
"Voraussetzungen für die Wirksamkeit nennt man Wirksamkeitsvoraussetzungen."
Aus der heutigen Erbrechtsvorlesung. Schön...

Ein Hauch von Rechtsgeschichte...

Meine Professorin im Schwerpunkt hat neulich bemängelt, die Rechtsgeschichte hätte für viele ihrer Kollegen nur wenig Bedeutung und diene denen faktisch nur noch als colorandi causa.

Heute in Strafrecht: A entwendet der B, die bei W zur Untermiete wohnt, eine Filmkamera. Frage: Erklären sie die Begriffe "Filmkamera" und "Untermiete".

Mittwoch, 11. November 2009

Verloren im Weltweitnetz IV

"Diese Erstis" werden auch immer älter...

Gestern in der Bib: Die Baustelle vor unserem Lesesaal, von welchem aus man übrigens einen wudervollen Panoramablick auf selbige genießt, war gegen 18 Uhr endlich verstummt. Die Geräuschkulisse hatte nun tatsächlich Ähnlichkeit mit der einer richtigen Bibliothek. Doch die ersehnte Stille wurde jäh unterbrochen: Ein Handy erfüllte den Lesesaal mit seinen lieblichen Klängen. Ich fragte mich erst, welcher Ersti jetzt peinlich berührt nach draußen rennen würde. Doch dann stand ein älterer Herr mit seinem Mobiltelefon auf und ging seelenruhig, unter den erstaunten Blicken der Studierenden, hinaus.
Ich muss wohl meine Vorurteile überdenken...

Montag, 9. November 2009

Liebe ist doch nicht für alle da...

Das neue Rammsteinalbum "Liebe ist für alle da" kommt auf den Index. Wegen den Liedern "Pussy" und "Ich tu' dir weh", sowie dem Artwork, das eine S/M-Darstellung zeigt, die für Jugedliche nicht geeignet sei.
Die letzeren Gründe kann ich nachvollziehen, geht es im Text doch unter anderem um Nagetiere und Stacheldraht in Verbindung mit verschiedenen Körperöffnungen.
Aber "Pussy"? Angeblich regt dieses Lied zu ungeschütztem Geschlechtsverkehr an - in Zeiten von AIDS ein Unding. Ich frage mich nur, wo? Ich habe es mittlerweile oft genug gehört. Seien wir uns mal ehrlich:

Ereignisstau...

1799: Napoleon beendet durch einen Staatsstreich offiziell die Französiche Revolution.
1918: Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg gründen in Berlin die Zeitung Die Rote Fahne.
1918: Novemberrevolution in Berlin, Ende der Monarchie in Deutschland.
1923: Der Hitler-Ludendorff-Putsch wird von der Bayerischen Landespolizei vor der Feldherrnhalle in München blutig niedergeschlagen.
1925: Hitler ordnet die Gründung der Schutzstaffel an.
1938: Reichsprogromnacht
1953: In Kassel wird die erste Fußgängerzone in Deutschland eröffnet.
1967: Bei der feierlichen Amtseinführung des neuen Rektors der Hamburger Universität entfalten Studenten ein Transparent mit dem Spruch Unter den Talaren – Muff von 1000 Jahren.
1989:„Das tritt nach meiner Kenntnis… ist das sofort, unverzüglich“: Fall der Berliner Mauer.
1993: Die 1566 erbaute Stari most (dt.: Alte Brücke), das Wahrzeichen der Stadt Mostar in Bosnien-Herzegowina, stürzt nach andauerndem Beschuss durch die kroatische Armee ein. 
2001: Nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 beschließt der Deutsche Bundestag das Anti-Terror-Paket.
2007: Der Deutsche Bundestag verabschiedet mit 366 zu 156 Stimmen (bei zwei Enthaltungen) das umstrittene Gesetz zur Vorratsdatenspeicherung. 

Samstag, 7. November 2009

Jura-Fete ./. Provinztanztempel

Ich hatte dieses Wochenende die Möglichkeit einen interessanten Vergleich zu machen: Am Donnerstag war ich in Regensburg auf der Jura-Fete im "Nachtschicht" (fka. "Nachtkuss", fka. "Volksbad", fka. "Domus"...). Ich fands echt gut. Heißer Brei dieses Posts: Das Publikum war durchwegs sehr ansehnlich, alle waren nett zueinander*, die wenigsten entsprachen den gängigen Juristenklischees, ich fühlte mich wohl.
Freitag fuhr ich dann Heim in den schönen Bayerwald. Nach der Schiriversammlung, besuchte ich das "Revolution", in der Gegend besser bekannt als "d'Revan". Der Unterschied zu Regensburg fiel mir noch nie so stark auf, wie dieses Mal.
Da ich kein Freund von Vorurteilen bin und ich nicht wissenschaftlich belegen kann, dass der durchschnittliche BMI tatsächlich ca. vier Punkte über dem auf der Jura-Fete lag, gibt es hier nur nüchterne Fakten:

Mittwoch, 4. November 2009

Und wer zahlt's!?

SPON berichtet heute, dass die Deutsche Polizeigewerkschaft eine Beteiligung des DFB und der DFL an den Polizeikosten bei Fußballspielen fordert. Nach Vorstellung der DPolG, soll der DFB pro Saison etwa 50 Millionen Euro locker machen. Bei Personalkosten von über 100 Millionen pro Saison, wäre das ein "echter Freundschaftspreis", so Rainer Wendt, Bundesvorsitzender der DPolG.

Zweifellos ist so eine Forderung durchaus vertretbar. Warum sollte die Gemeinschaft (hier: Steuerzahler) für Kosten aufkommen, die durch das Vergnügen (Fußball kucken) einiger weniger (Fußballfans) entstehen?
Nun weiß ja der interessierte Fußballfan, dass weder die Vereine, noch die DFL und erst recht nicht der DFB gerne Geld verschenken. Also stellt sich die Frage, wer am Schluss zahlt. Und die Antwort findet sich ebensoleicht:

Unlust ./. Gegenfrage

Es soll ja Professoren geben, die Fragen stellen. Es soll durchaus auch solche geben, die tatsächlich Antworten erwarten! Und manchmal soll es sogar vorkommen, dass der Prof einzelne Studenten aufruft! Ungeheuerlich!
Einen solchen Prof haben wir in Strafrecht BT II. Da allgemein bekannt ist, dass die Zuhörer in den ersten Reihen aufgerufen werden, sind die vorderen Plätze regelmäßig sehr dünn besetzt. Also eigentlich gar nicht. Gestern scheint wohl wieder irgendeine Party gewesen zu sein*, jedenfalls waren in dem Hörsaal, der für 200 Leute ausgelegt ist, nur die allerletzten 5 Reihen besetzt.
Unser Prof hat die Angewohnheit, die leeren Reihen auszulassen und zu den wenigen besetzten Plätzen nach oben zu kommen. Er geht dann reihum um und stellt kleinere Fragen, die meist relativ schnell beantwortbar sind, idR ist wirklich nur die eigenen Meinung gefragt.
Was aber heute auffiel:

Montag, 2. November 2009

Verloren im Weltweitnetz III - Morbide im Internet....

Wieso schaue ich mir in letzter Zeit immer Videos an, in denen irgendwelche Leute andere Leute umbringen!?


The Button - watch more funny videos

Die Qual der Wahl

Was mich die letzten Wochen beschäftigte: Welchen Schwerpunkt wähle ich für mein Studium? An möglichen Kriterien mangelt es nicht.
Zu meiner Verwunderung ging fast keiner nach dem, in gymnasialen Mittelstufen so beliebten, "Best-Friend-System" vor. Nach dem Motto: "Meine beste Freundin nimmt auch Steuerrecht!".
Die meisten stellten sich eher die Fragen, was sie später mal am ehesten brauchen können (Wahl fiel dann auf den Schwerpunkt "Unternehmenssanierung") oder was sie am meisten interessiert (regelmäßig dann Medizinrecht oder Strafrecht).
Ich hab mich als einziger dazu entschlossen, den Schwerpunkt nach dem Prof auszuwählen. Jetzt bin ich bei "Grundlagen der Rechtsordnung" gelandet, weil ich die Professorin so cool finde.
Aber natürlich interessiert mich des auch... und es bringt einem Vorteile fürs Examen, wegen Grundwissen und so... und alle meine Freunde sind auch da...

Juristen und ihre Erfahrungen...

Hier habe ich vor kurzem darüber geschrieben, wie man sich durch verschiedene, vermeintlich "normale" Wörter, als Juratudent outet.
Gestern ist ein neues dazu gekommen. Ein Wort, dass ich tatsächlich so nicht erwartet hätte: "Erfahrungsgemäß".

Sonntag, 1. November 2009

Samstag, 31. Oktober 2009

Die moderne Partnerschaft

Die Ehe als Partnerschaftsmodell ist überholt. Ok, das ist keine sonderlich neue Erkenntnis. Heute leben Partner in wilden Ehen, mit mehreren Kindern von verschiedensten Ex-Partnern, als glücklich Patchworkfamilien zusammen. Seit der letzten Erbrechtsvorlesung weiß ich, wie man dieses Partnerschaftsmodell, das wohl irgendwiw zwischen Monogamie und Polygamie angesiedelt ist, nennt:
"Serielle Monogamie"



Studium ./. Studentenwohnheim II

Phu... Wohnheimfest und Geburtstagsparty meiner Nachbarin liegen hinter mir. Auch das Spiel, das ich heute hatte*, habe ich souverän über die Bühne gebracht. Den Hattrick werde ich allerdings nicht mehr voll machen und kein drittes Mal hintereinander weg gehen.
Eigentlich wollte ich schon sein Donnerstag was über meinen frisch gewählten Schwerpunkt schreiben, aber ob des Anblickes meines Bettes, muss das noch warten...

*welches spontan von 16 Uhr auf 12 Uhr vorverlegt wurde, was meine Schlafplanung komplett durcheinander gebracht hat

Mittwoch, 28. Oktober 2009

Studium ./. Studentenwohnheim

Ich habe ja gute Vorsätze für dieses Semester. Und eigentlich habe ich die bis jetzt auch eingehalten. Nur habe ich Angst, dass mir mein Wohnheim zum Verhängnis wird. Um keinen falschen Eindruck entstehen zu lassen: Ich wohne hier sehr gerne, bin froh hier zu wohnen, komme mit meinen Mitbewohnern sehr gut klar und hab in einigen beste Freunde gefunden. Aber eben letzteres hat auch seine "Schattenseiten":

Dienstag, 27. Oktober 2009

Das dicke Fell - sollte bei Schiris nie aus der Mode kommen

Dass man sich als Schiri während eines Spieles einiges anhören darf, ist kein Geheimnis. Schlimm genug ist ja, dass wir das gewohnt sind. Bis zu einem gewissen Grad zumindest. "Emotionen gehören dazu!" wird dann immer gesagt. Die Spieler haben oft genauso darunter zu leiden, wie ich. In der Regel sind die Spieler vernünftiger als die Außenstehenden und lassen mit sich reden, sodass man das Spiel normal über die Bühne bringt. Oft unterhalte ich mich mit ihnen sogar über die Zuschauer und was die so rein rufen.

Allerdings gibt es auch Ausnahmespiele, in denen es immer wieder Zuschauern gelingt, mich zum Staunen zum bringen. Beispiel, das gar nicht so lange zurück liegt:

Kaffeeklatsch bisschen anders...

Ein Schnappschuss aus dem letzten Balkanurlaub meiner Eltern:


Posted by Picasa

Sonntag, 25. Oktober 2009

Sympathische Basterds

Eigentlich wollte ich schon seit einiger Zeit zu "Inglourious Basterds", den letzten Film, den ich im Kino sah, schreiben. Allerdings bin ich gerade auf einen Blog gestoßen, der genau meine Meinung wiedergibt: http://www.mrbrook.de/. Da dem nichts hinzuzufügen ist, gibts hier den Link zum passenden Post:

Ämtervergabe in der neuen Bundesregierung

Ein Journalist aus Amsterdam spricht genau das an, woran ich auch dachte, als ich davon erfuhr, dass Herr Schäuble Finanzminister werden soll:

Verloren im Weltweitnetz

Ich bin ja ein großer Fan der australischen Fauna...





Samstag, 24. Oktober 2009

Der Student wächst mit seinen Aufgaben

Die erste Uniwoche ist überstanden. Tatsächlich wird's langsam spürbar anspruchsvoller. Zum einen ist der Stundenplan etwas voller, zum anderen musste ich einen Schwerpunkt wählen, in dem ich nicht mehr die Anonymität von 200 Leuten genießen kann. Vielmehr hab ich da nur noch 20 Mitstreiter.
Was noch erschwerend hinzu kommt:

Freitag, 23. Oktober 2009

Politik und Mode

Egal ob rot, schwarz, grün oder gelb, momentan ist jeder irgendwie "links". Studenten ja sowieso. Dies zeigt sich natürlich auch in der Mode. Ich persönlich stehe ja Kleidung mit politischer Symbolkraft eher kritisch gegenüber. Ich habe nie ein "Ché Guevara"-T-Shirt besessen, noch eines mit einem roten Stern darauf. Egal wie "in" das auch gewesen sein mag.
Auffälliger momentaner Trend: Das Palästinensertuch. Und hier spielte ich zum ersten Mal mit dem Gedanken, der Mode zu folgen. Allerdings ist mir klar, dass das Tuch politisch vorbelastet ist. Ich wusste nur nicht, wie genau. Und bevor sich das nicht änderte, wollte ich mir keines zulegen.
Nach diesem Artikel und ein wenig googeln, weiß ich nun in etwa, um was es geht.

Laut Wikipedia, war das Tuch ursprünglich ein traditionelles Kleidungsstück im arabischen Raum. Grundsätzlich mal nicht schlimm.

Mittwoch, 21. Oktober 2009

Kaltstart

Komme gerade von der ersten Strafrechtsvorlesung im neuen Semester. Hab' festgestellt, dass ich nach den Ferien erst wieder bissl in Schwung kommen muss. Selbiges gilt für eine Kommilitonin, die gewisse Probleme mit dem Versuchsaufbau hatte. Kommentar des Profs: "Sie haben aber viel vergessen!"

"Psychologische Entspannung"

In Russland ist der Verkauf von Wodka im Vergleich zum Vorjahr um 5% gestiegen. Damit ist es das einzige Genussmittel, dass ein Plus verzeichnet. Gleichzeitig stieg auch die illegale Wodkaproduktion von 700 Mio. auf 750 Mio. Liter. Auffällig ist dabei, das weniger in Bars konsumiert wird, sondern mehr daheim.
Grund dafür sei die Wirtschaftskrise und das damit verbundene "Verlangen nach psychologischer Entspannung".

Quelle: SPON

Nightlife

Hab gerade in der Neon wunderbaren Dünger für den Nährboden meines Selbstbetruges gefunden: Es gibt zwei verschiedene Schlaftypen. Der erste, sogenannte "A-Personen", sind Frühaufsteher und sind schon vormittags zu Höchstleistungen im Stande. Die andere Gruppe, entsprechend "B-Personen" genannt, werden erst gegen Mittag aktiv, halten dann allerdings auch bis in die Nacht durch.

Was bedeutet das für mich? Ich schlafe gerne lang, bleibe dafür länger wach, ergo: ich bezeichne mich als "B" und brauche kein schlechtes Gewissen haben, weil ich gerade wieder ewig an meinem Blog rumgebastelt habe und um halb eins noch einen Post schreibe! Jetzt muss das nur noch jemand meinem Prof erzählen, der morgen um 8 vorliest. Und vielleicht den Bauarbeiten vor meinem Fenster, die ich heute zu einer Zeit, auf die ich nicht näher eingehen will, mit "Guten Morgen!" begrüßt habe. Aja und vielleicht meinen Eltern.

Dienstag, 20. Oktober 2009

Sprachbarrieren

Angeblich kann man bei vielen Studenten am Outfit erkennen, was sie studieren. Einige meiner Kommilitonen versuchen dem aktiv entgegenzuwirken. Allerdings ist mir schon oft aufgefallen, dass sie sich durch ihre Sprache eigentlich ziemlich schnell als Jurastudenten outen.
Jedoch liegt das Problem weniger bei Fachausdrücken. Diese fließen zwar auch in "normale" Gespräche ein*, sind aber sicherlich auch beim Ingenieur zu finden.
Die Besonderheit ist vielmehr, dass Jurastudenten zwar "normale" Wörter verwenden, diese allerding anders gemeint sind. Und auch würde ein Nichtjurist diese Wörter sicherlich nicht so auffallend oft verwenden. 
Zum Beispiel bedeutet unter Juristen das Wort "grundsätzlich" nicht, dass etwas immer so ist, sondern ist ein an Deutlichkeit kaum zu überbietendes Zeichen dafür, dass jetzt gleich eine Ausnahme folgen wird. Somit also fast das genaue Gegenteil dessen, was der "normale" Sprecher mit dem Wort aussdrücken würde.
Ähnlich verhält es sich mit "regelmäßig".
Das Wörtchen "fraglich" habe ich, glaube ich, vor meinem Studium noch nie verwendet. Jetzt möchte ich nicht mehr darauf verzichten.
Bin gespannt, wann die ersten anfangen, im Gutachtenstil zu reden...

*Beispiel: neulich Abend saßen wir im Wohnheim gemütlich bei einem Bierchen zusammen. Man unterhielt sich u.a. über Schönheitsoperationen. Sämtliche Juristen hatten mit Ausdruck "medizinische Indikation" keine Probleme. (Fast) Alle anderen schon.

Sonntag, 18. Oktober 2009

Kein Ortsschild, dafür zwei Fußballvereine...

Heute war ich zu einem Austauschspiel im Nachbarlandkreis eingeteilt. Von der Heimmannschaft hatte ich noch nie etwas gehört, ok erst mal nicht so schlimm. Aber dann das: Gastmannschaft ist das gleiche Dorf, nur anderer Vereinsname. Na toll. Also Google Earth angeschmissen: Den Ort und den Fußballplatz fand ich gleich, aber nicht zu glauben, dass in so wenig Häusern mehr als 22 Menschen Platz haben.
Heute machte ich mich dann auf den Weg: über eine Stunde Anfahrt.
Dort angekommen musste ich erst mal feststellen, dass der Ort nicht über ein gelbes, sondern nur über ein grünes Ortsschild verfügt, toll. Den Platz hab ich jedenfalls gleich gefunden und die Leute waren echt freundlich. Ich unterhielt mich während der obligatorischen Platzkontrolle mit dem Spartenleiter (der lustigerweise gerade im Tor der Reserve stand). Von ihm erfuhr ich, dass es eine alte Rivalität zwischen den Vereinen gibt (o welch Wunder...). Diese wäre aber größtenteils Vergangenheit. Ich machte mich auf das schlimmste gefasst.
Die erste Halbzeit verlief ohne Zwischenfälle, die "Gastmannschaft" führte zur Pause. Erst in der Zweiten gings bisschen rund. Die "Heimmannschaft" glich aus, ging in Führung, verschoss einen Strafstoß. Schließlich wieder Ausgleich durch Strafstoß auf der anderen Seite. Jetzt wars richtig spaßig. Ein paar Gelbe musste ich verteilen und zwei Spieler bisschen rund machen*. Kurz vor Schluss erzielte die "Heimmannschaft" doch noch den Siegtreffer durch einen etwas glücklichen, aber schönen Distanzschuss. Einzige Problemherde waren im endeffekt meine beiden Vereinslinienrichter, die sich den ein oder anderen Fehler leisteten. Und natürlich der Ältestenrat. Der war zwar anfangs etwas zurückhaltend, ließ sich jedoch in den letztem 25 Minuten zu so geistreichen Kommentaren hinreißen, wie "Immer der Gleiche!!", bei einem Spieler der gerade eingewechselt wurde. Und wenns nach dem Rat ginge, hätte ich ungefähr 17 Gelbe Karten mehr gebraucht.
Die Spieler waren nach dem Schlusspfiff alle mit mir zufrieden, was ja wirklich nicht oft vorkommt und ich konnte unbehelligt duschen gehen, mir hinterher noch eine Halbe einen Spezi gönnen und dann gemütlich Heim fahren.

*was mir im Nachhinein etwas leid tut, weil ich den einen echt böse angebrüllt hab, aber er wollt einfach gehen, bevor meine Ansprache zu Ende war

Samstag, 17. Oktober 2009

Ohne Abi an der Uni

Auf SPON habe ich gerade einen Artikel über Uni-Angestellte gelesen: "Die heimlichen Helden der Hochschulen". Find ich sehr interessant und lesenswert.
Besonders aufgefallen ist mir folgende Stelle im Interview mit einer Hausverwaltungs- und Reinigungsangestellten der Uni Mainz:
"Zum Glück wird heute kaum noch etwas beschmiert oder beschädigt, das hat stark abgenommen. Selbst bei den Partys passen die Studenten jetzt besser auf."
Schön mal zu hören, dass es auch so geht. Wenn man bedenkt, dass es bei uns in Regensburg wegen Vandalismus keine Audimax-Fete mehr gibt (war genau ein Semester bevor ich kam zum letzten Mal) und sämtliche anderen Feste (egal ob in der Uni oder in Wohnheimen) nur noch mit Securityfirma stattfinden können.

Freitag, 16. Oktober 2009

Duftende, gut gekleidete Großstadt-Heteros

Zwei Drittel aller Fußballer und sieben Achtel aller Sänger sind es (angeblich): "metrosexuell".

Hab mich schon lange gefragt, an welchen Kriterien man das denn feststellen kann. Endlich habe ich eine Antwort gefunden. Selbstverständlich vom BGH: Demnach wird mit "metrosexuell"...
"...ein neuer Männertyp - heterosexuell veranlagt, modisch gekleidet, in Düfte gehüllt und vornehmlich in Metropolen lebend - beschrieben."
Wenn man Regensburg als Metropole sieht, sollte ich wohl anfangen, Fußball zu spielen oder zu singen...

Donnerstag, 15. Oktober 2009

Soziale Netzwerke - Fluch oder Segen?

Internetexibitionismus hin oder her: Mittlerweile weiß jeder einigermaßen verständige Jugendliche, dass man aufpassen soll, was man in sozialen Netzwerken wie Facebook oder StudiVZ von sich preis gibt.

Dabei dachte ich eigentlich immer an Adressen, Telefonnummern und peinliche Bilder. Aber einem Bankbetrüger namens Maxi Sopo wurden seine Prahlerei und die unübeschaubare Zahl von "Freunden" zum Verhängnis: Er hatte sich zunächst aus den USA nach Mexiko abgesetzt, dann allerdings im Facebbok immer wieder gepostet wie es ihm ginge, was natürlich alle seine Freunde lesen konnten - inklusive eines ehemaligen Justizbeamten...

Also bei Freundschaftsanfragen immer genau prüfen wen man vor sich hat ;)

Quelle: SZ

Montag, 12. Oktober 2009

Akademische Grade, die die Welt nicht braucht

Hier stieß ich gerade auf die Abkürzung "stud.iur." und weil ich das da zum ersten Mal gelesen hab, habe ichs erst mal gegoogelt. Das führte mich auf einen Blog mit dem Beitrag stud. iur. oder cand. iur.???
Nun, da ich noch nie etwas davon gehört hatte las ich mir das Ding mal durch.

Die genaue Unterscheidung scheint hoch umstritten:
  • "Scheinfreitheorie": Sobald alle „kleinen“ und grossen“ Scheine unter Dach und Fach sind.
  • "strenge Scheinfreitheorie": Sobald alle zur Examensanmeldung erforderlichen Scheine geschafft sind (also inkl. Seminar etc.)
  • "Anmeldungstheorie": Sobald man sich zum Examen angemeldet hat.
  • "Zulassungstheorie": Sobald man vom Prüfungsamt zum Examen zugelassen wurde.
Quelle: http://malkus.wordpress.com/2006/12/19/stud-iur-oder-cand-iur/

Zudem finden sich in den Kommentaren noch zwei weitere Standpunkte:
  • "Zwischenprüfungstheorie": Sobals man die Zwischenprüfung bestanden hat.
  • "Möchtegern-Theorie": Dem Autor ist es wurscht und er möchte gerne solche Probleme haben.
Ich persönliche würde wohl zur "strengen Scheinfreiheitstheorie" tendieren. Aber nachdem ich bis vor 20 Minuten von der Problematik gar nichts wusste, werde ich mich der "Möchtegern-Theorie" anschließen.

yeah, mein Button!

Wieder einmal trafen die beiden Fragen aufeinander, deren Antworten doch in den allermeisten Fällen unterschiedlicher nicht sein könnten. Die Fragen ziehen sich wie ein roter Faden durch mein Leben und scheinen mich ständig zu verfolgen:

Brauch ich das?
und
Will ich das?

Heute gings um einen Blog-Button. Selbstverständlich brauch ich keinen, zumindest vorerst. Wüsste nicht, wer ein Blog-Greenhorne wie mich als Button auf seiner Seite haben will. Aber natürlich will ich einen haben.
Noch haben die Vorlesungen nicht angefangen, also hatte ich heute wieder genug Zeit, mir einen eigenen Button zu bauen. Nach einigem herumprobieren und mit Hilfe verschiedener Seiten (u.a. dieser) hat es hingehauen:

stillerBeobachter

Wofür ich nochmal eine halbe Stunde rumgedoktert habe: Wie lasse ich den html-Text anzeigen, ohne dass der Button ausgeführt wird?
Geschafft hab ichs dann mit dieser Seite. Und hier das Ergebnis, vielleicht hab ich ja irgendwann mal einen Leser, der mich auf seiner Seite einbaut:

<a href="http://stillerbeobachter.blogspot.com/" target="_blank"><img alt="stillerBeobachter" border="0" src="http://img264.imageshack.us/img264/5047/92202117221601255357473.png" /></a>

Böhmermanns letztes Buch...

Jan Böhmermann kenne ich erst, seit er im Ensemble von Harald Schmidt dabei ist. Weil ich ihn da allerdings saugut finde, habe ich die letzte halbe Stunde damit verbracht, YouTube-Videos von ihm anzusehen und seinen Blog zu lesen.
Dabei bin ich auf die Werbung für seine aktuelles Buch gestoßen, die mich durchaus ein wenig schockiert hat. Allerdings nicht so sehr, als dass ich mich nicht für das virale Marketing einspannen läße. Es handelt sich um einen Clip, den ich leider nicht bei YouTube finden konnte, um ihn einzubinden. Deswegen hier der direkte Link auf seinen Blogeintrag. Die Warnung für Minderjährige ist übrigens wirklich ernst zu nehmen!

Ältestenrat

So, wieder mal ein Fußballwochenende hinter mir. Samstag an der Linie bei einem Kollegen, Sonntag selbst als Chef auf dem Platz. An beiden Tagen ist mir ein typisches Fußballphänomen wieder sehr stark aufgefallen: Der Ältestenrat. Jeder Verein hat mindestens einen. Bestehend aus drei bis sechs älteren Herren, vornehmlich mit Sonntagnachmittags-Halben ausgerüstet, positioniert etwas Abseits der normalen* Zuschauer.
Diese Herrenrunden haben es sich zur Aufgabe gemacht, jedes Detail im Spiel verbal zu zerpflücken, zu analysieren und zu kommentieren. Und dabei mit Kritik nicht zu sparen. Im Gegenteil. Sowohl die Spieler der eigenen, als auch die der gegnerischen Mannschaft, müssen sich das anhören. Ganz zu schweigen vom Schiedsrichtergespann.

Highlights meiner bis jetzigen Karriere:
Das Spiel läuft nicht mal zwei Minuten, da kommt schon der erste Ruf:
"Der Schiri ist doch ein Blinder!"
Und das vor dem ersten Pfiff...

Anderes Beispiel: In meiner Nähe hatten drei Herren auf einer Bank Platz genommen. Leicht versetzt hinter dem Tor. In der ersten Halbzeit hatten sie ihren eigenen Torhüter vor sich, der Gegner griff also an. Folglich musste jeder Angriff Abseits gewesen sein. Was die drei selbstverständlich aus ihrer Postition besser beurteien konnten als ich, der ich ja nur direkt auf Höhe des vorletzten Abwehrspielers stand. Das haben die mir auch gesagt. Zweite Halbzeit natürlich genau gegenteiliges Spiel. Ich fands lustig.

Eines schönen Tages ergab es sich, dass ich einen Strafstoß für die Heimmannschaft geben musste. Eine Karte ließ ich allerdings, in Einvernehmen mit meinem Assistenten, stecken. Das Foul war nicht so schlimm, der Spieler hätte sowieso nicht mehr schießen können und der Verteidiger hatte auch noch den rutschigen Rasen unterschätzt. Elfer war also Strafe genug. Als wir nach der Pause wieder aus der Kabine kamen, sprach mich ein netter Herr** von der Seite an, ob ich denn bei dem Strafstoß nicht Gelb hätte geben müssen. Ich dachte mir nichts böses und antwortete schlicht mit: "Nö, des war ja nicht so schlimm." Hier verdunkelten sich seine Gesichtszüge und er fühlte sich wohl berufen, mich zu belehren: "Ein strafstoßwürdiges Vergehen zieht immer eine Verwarnung nach sich!"*** Das ganze in einem Tonfall, als würde er Schillers "Glocke" rezitieren. Da war ich kurzzeitig schon bisschen sprachlos.

Das Interessante an diesen Herrenrunden ist ja diese unglaubliche Selbstsicherheit, die an den Tag gelegt wird. Man weiß alles, kann alles und vor allem: man sieht auch alles immer besser, als der Schiri der acht Meter daneben steht. Halbes Zweidrittelwissen in Kombination mit drei Bier, acht Dioptrien und einer ausgeprägten Beratungsresistenz. Auch habe ich festgestellt, dass sie sehr nachtragend sein können. Manchmal kann man hinterher gar nicht sachlich über das Spiel reden. Wobei ich keinesfalls behaupten will, dass das die Regel ist: In den allermeisten Fällen ist nach dem Schlusspfiff das Spiel tatsächlich vorbei und alle sind wieder nett zu einander.

Aber mit Sicherheit wird mir das noch einigen Content liefern...

*da diese sowieso keine Ahnung haben
**wohl der Sprecher des hiesigen Ältestenrates
***btw: das stimmt natürlich nicht

Samstag, 10. Oktober 2009

Super Stimmung!

Als mir heute Mittag meine Mitbewohnerin gesagt hat, dass Barack Obama den Friedensnobelpreis bekommt, habe ich spontan so reagiert, wie laut SPON auch die Amerikaner: Ich fragte mich wofür.
Die Antwort: Er hat ein "neues internationales Klima" geschaffen und er gibt "den Menschen Hoffnung auf eine bessere Zukunft".
Ehrlichgesagt, hat mich das nicht vom Hocker gehauen. Vielmehr ist Obama doch jetzt in Zugzwang. Alles, was er jetzt macht, wird im Lichte des Friedensnobelpreises gesehen werden. Da macht sich eine Truppenaufstockung im Irak oder Afghanistan, wahlweise auch ein Krieg gegen Iran, irgendwie nicht so gut.

Aber nun zum amüsanten Teil: Das Gezwitscher von Alf Frommer
Highlight des Tages:

"Deutsche FeministInnen entzückt: Schwarzer erhält Friedensnobelpreis!"

(Der Vollständigkeit halber: Zuerst hab ichs hier gesehen)

Freitag, 9. Oktober 2009

BVzWuWdaHl n.e.V

Es scheint eine Angewohnheit von Studenten zu sein, die tägliche Umgagssprache mit mehr oder weniger selten gewordene Ausdrücke zu schmücken. Auch ich mache das gerne.
Deswegen huschte mir ein Grinsen über das Gesicht, als ich von der Gründung der Bloggervereinigung zur Wiederbelebung ungenutzter Worte, die auf Halde liegen, n.e.V. - kurz BVzWuWdaHl, gelesen habe.
Dieser trete ich hiermit offiziell bei.
Auf das meine endlosen Schachtelsätze auch noch durch das ein oder andere Wort bereichert werden, sei es zur genaueren Ausführung meiner verschlungenen Gedankengänge, zur Verkomplizierung ansonsten zu profaner Sachverhalte oder schlicht und ergreifend zur Zier des ein oder anderen Blogeintrages.

der Hamster

Erklärung zum Hamster: Ich find' den süß!
Metaphern oder Allegorien sind nicht beabsichtigt. Er ist einfach da.
Muss mir noch nen Namen einfallen lassen. Der kommt aber auch noch.
Vorschläge in die Kommentare!
Und zum Füttern einfach anklicken ;)

Und wieder Zeit verschwendet...

(K)ein Disclaimer

Impressum geschafft, jetz noch ein Disclaimer. Oder soll ichs doch lassen? Mittlerweile weiß ich, dass so ein "Haftungsausschluss" überflüssig ist. Es sei also nur folgendes gesagt: Ich verlinke ziemlich viel, allein schon wegen Quellenangaben. Sollte da mal was dazwischen rutschen, worüber man diskutieren müsste, verweise ich einladend auf die Kommentarfunktion. Dort sollte sich klären lassen, wieso, weshalb und warum ich wohin verlinkt habe. Ich distanziere mich grundsätzlich* also erst mal von gar nichts

*seit ich Jura studiere ist "grundsätzlich" zu einem meiner Lieblingswörter aufgestiegen

Impressum

Als Neu-Blogger macht man sich ja viele Gedanken, man will ja nix falsch machen. Vorhin ist mir aufgefallen, dass so ziemlch jede Seite ein Impressum hat. Natürlich stellt sich gleich die Frage, ob ich auch eins brauch. Nächster Gedankensprung: Da gibts doch sicher ein Gesetz! Also, Impressum eines Anwaltsblogs angeklickt (wenn der das Gesetz nicht zitiert, wer dann!?) und flugs bin ich auch schon fündig geworden.
Allerdings fühle ich mich durch diese §§ 5 und 6 TMG nicht wirklich angesprochen. Ich verfolge keine gewerblichen Interessen, auch wenn ich weiß, dass dieses Kriterium durchaus sehr weit ausgelegt wird. Allerdings verzichte ich gerade bewusst auf Werbung. Vielmehr verteile ich meinen Senf aus purem Spaß am schreiben bloggen.
Trotzdem hier ein nettes Impressum:

Michael Haider
Karl-Stieler-Straße 86
93051 Regensburg

Kontakt aber bevorzug via:

Sollte jemand der Meinung sein, einzelne Beiträge müssten ein breiteres Publikum finden, habe ich natürlich nichts dagegen, dass diese verlinkt werden.

Muss ich erwähnen, dass jeder selbst dafür verantwortlich ist, was er sagt oder schreibt? Sei es hiermit geschehen: Kommentare gehören den jeweiligen Kommentatoren. Nur weil etwas in einem Kommentar steht, heißt das nicht, dass es auch meine Meinung ist. Nichtsdestotrotz muss klar sein, dass das hier MEIN Blog ist. Wenn jemand in MEINEN Blog unter MEINE Posts etwas hinkommentiert, was MIR absolut nicht passt, lösche ICH das. Weil ich das darf!

Sollte jemand tatsächlich auf die Idee kommen, bei mir nach rechtlichem Rat zu suchen, darf ich ihn sogleich darauf hinweisen, dass ich mich über jede Anfrage freue! Ich werde auf jedes Problem gerne eingehen, es nachlesen und es mit Kommilitonen diskutieren. Der Ratsuchende kann sich jedoch sicher sein, dass die Antwort in jedem Fall sehr ausführlich und mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit sehr falsch sein wird. Aber Hauptsache, ich hab Spaß!

Zum Disclaimer bitte dem Link folgen...

Donnerstag, 8. Oktober 2009

SLAPP

Heute habe ich zum ersten mal gehört, was ein SLAPP ist.
Folgender Hintergrund:
In Kroatien tobt seit einiger Zeit eine Diskussion um die Meinungs- und Pressefreiheit im Internet. Zentrale Figuren sind dabei der Blogger Damir Fintić, der Journalist Željko Peratović und der Gründer einer Facebookgruppe Nikšo Klečak.

Fintić (http://vukovarac.net/; kroatische Seite) wurde zu einer Haftstrafe von 20 Tagen verurteilt. Ursprünglich sollt er Schmerzensgeld wegen "seelischer Schmerzen" [wörtliche Übersetzung] an Dragica Štengl zahlen, die Ehefrau des ehemaligen Bürgermeisters der kroatischen Stadt Vukovar, Vladimir Štengl. Da er die Summe nicht mehr zahlen konnte, wurde sie in eine Gefängsnisstrafe umgewandelt.
Grund für die Strafe war jedoch nicht etwa ein ehrrüriger oder beleidigender Blogeintrag Fintićs, sondern vielmehr anonyme Kommentare, durch welche sich Frau Štengl verletzt sah. Die Frage, ob ein Blog durch die  Meinungs- und Pressefreiheit geschützt ist, stellt sich hierzulade wohl nicht. Meiner Meinung nach sollte das in Kroatien nicht anders sein (auch wenn ich zugeben muss, dass ich im kroatischen Staatsrecht nicht weiter bewandert bin). Was jedoch interessanter ist: Fintić sitzt gar nicht wegen seiner eigenen Meinung im Gefängnis, sondern wegen der eines unbekannten Dritten!

Im Gegesatz dazu, wurde der unabhängige Journalist Željko Peratović (http://peratovic.blog.hr/; kroatische Seite) über seine Kommentare massiv bedroht. Obwohl die Behörden informiert sind und auch die fraglichen IP-Adressen zur verfügung hat, wurde bis jetzt nichts unternommen.

Schließlich Nikšo Klečak, der einige Zeit von der Polizei festgehalten wurde: Er gründete im Facebook die Gruppe "Kladim se da ću prikupiti 5000 Hrvata koji ne vole Ivu Sanadera", wörtl: "Ich wette, dass ich 5000 Kroaten versammle, die Ivo Sanader nicht mögen". Als Gruppenbild stellte er eine (schlechte) Fotomontage ein, die Sanader in Naziuniform zeigt. Diese hat er wohlgemerkt nicht selbst erstellt, sondern im Internet gefunden, wo sie schon seit Jahren kursierte.

Zumal Kroatien u.a. seit einingen Jahren Verhandlungen über einen möglichen EU-Beitritt führt, hätte ich einen liberaleren Umgang mit neuen Medien erwartet. Aber durch obige Fälle zeigt sich, in welchem Maße immer noch eine Zweiklassengesellschaft in dem noch jungen Staat herrscht: ehemalige Parteibonzen diktieren Urteile, während kritische Stimmen in Blogs und sozialen Netzwerken unterdrückt werden.
Alle Vorgänge haben eine ähnliche Wirkung: Die Bürger werden von kritischem Denken, geschweige denn Handeln, abgeschreckt. Ein SLAPP eben.


Quellen u.a.: http://pollitika.com/; insb. hier 
http://www.novilist.hr/; insb. hier
http://vukovarac.net/; insb. hier auf Englisch

Montag, 5. Oktober 2009

Tarnmodus: Streber

Wie in jedem Semester, stellte ich auch im letzten wieder fest, dass die Prüfungszeit schneller kommt, als einem lieb ist. Und im Zuge dessen merkte ich auch, das etwas mehr mitzulernen in dem ein oder anderen Fach gar nicht so schlecht gewesen wäre.
Also der gute Vorsatz fürs neue Semester: Ich bereite jede Vorlesung sauber nach und vermeide somit unnötig aufgetürmte Stoffberge.
Passend dazu durchfuhr mich noch ein Geistesblitz: Ich leihe mir über die Ferien vorlesungsfreie Zeit einige Bücher aus der Lehrmittelsammlung aus. Damit lese ich mich schon mal in die kommenden Rechtsgebiete ein.
So weit, so gut.
Nun, die vorlesungsfreie Zeit ist fast vorbei und ich bin jetzt mit den Büchern durch. Gut, es waren nur zwei (Brox/Walker, Erbrecht und Jauernig/Berger, Zwangsvollstreckungs- und Insolvenzrecht).

Jetzt frage ich mich natürlich, ob das was gebracht hat. Sicher bin ich mir nicht. Fälle hab ich ja nicht gemacht. Vom Gefühl her würd ich sagen, dass war komplett umsonst, aber das kann nicht sein. Irgendwas ist sicher hängen geblieben. Ich glaub, ich würd mich schon freuen, wenn ich bald in der Vorlesung sitze und zumindest sagen kann: "Davon hab' ich schon mal gehört..." Wird schon nicht geschadet haben.

Zumindest konnte ich gegenüber jedem Nichtstudenten ("Mensch, du hasts gut, du hast Ferien!") behaupten, auch in den "Ferien" zu lernen und deswegen mehrere Bücher daheim liegen zu haben. Dazu noch mein Praktikum ("Oh! Im Amtsgericht!") und keiner zweifelt mehr an meinem Fleiß.

Mir fällt grad ein, ich glaub ich schau mal nach, wann ich die Bücher zurückbringen muss...

Freitag, 2. Oktober 2009

Gängelei von FIFA-Schiedsrichtern

Zeit.de und t-online berichteten, dass Schiedsrichtern, die für die WM vorgesehen sind, ein Maulkorb verpasst wurde. Sie dürfen sich nicht mehr in den Medien äußern. Nicht mal zu ihren Bundesligaspielen, was eigentlich Gang und Gäbe ist.
Ich frage mich, was das bringen soll? Hat die FIFA etwas zu verbergen? Muss man die Referees vor sich selbst schützen? Das sind doch allesamt gestandene Persönlichkeiten, von denen man erwartet zu Wissen, wie und wann sie sich äußern sollen/können/dürfen.

Also mir wird das Pfeifen schon manchmal lästig, aber die höher- und höchstklassigen Schiris unseres Landes machen da noch ganz andere Sachen mit...

Donnerstag, 1. Oktober 2009

Gute Manieren bringen einen Weiter!

Gepflegt auftreten und nett fragen - dann klappts auch mit dem Knastausbruch...

Bohlen ist Künstler... bah!

Unglaublich... das Bundessolzialgericht hat heute entschieden, dass das, was Bohlen bei "DSDS" macht, Kunst ist. Na toll.
Die Juroren seien zu "eigenschöpferischen, höchstpersönlichen Leistungen" verpflichtet. Damit sind wohl Bohlens beleidigende Kommentare gemeint. Versöhnlich wirkt allerdings, dass das BSG annimmt, dass es auf die Qualität nicht ankommt. Schöne Kritik durch die Blume, wie ich finde.
Und zahlen muss er auch, wobei ich mir nicht vorstellen kann, dass ihm das sonderlich weh tut.

Achja, die Kitschkos sind übrigens keine Künstler. Wobei ich den einen Werbespot, in dem einer der beiden im Fitnessstudio als Gorilla verkleidet trainiert, künstlerisch wertvoller finde, als so manchen verbalen Erguss des Herrn Bohlen.





siehe auch hier

Routinierter Sachverständiger II

Hier habe ich mich ja neulich über das Auftreten eines Gutachters aufgeregt. Heute hab ich erlebt, dass es auch anders gehen kann.
Der heutige Gutachter war wegen zwei Verhandlungen da. Die erste dauerte keine 20 Minuten und war eher unspäktakulär.
Die zweite war schon interessanter. Die Beklagte hatte das geparkte Motorrad des Klägers umgefahren. Streitig war, ob die Schäden auf der rechten Seite des Motorrades von diesem Unfall herrührten oder ob der Kläger der Beklagten Schäden von einem anderen Unfall unterschieben wollte. Interessant an der Sache war, dass der Kläger behauptete, das Motorrad sei auf die rechte Seite gefallen, die Beklagte hingegen, es sei auf der linken Seite gelegen.
Der Sachverständige sollte zum einen klären, wie das Motorrad gefallen war und zum anderen, ob die Schäden von eben diesem Unfall stammen.
Erst erklärte er die Schäden am Motorrad und auch, dass man solche gerade bei so einem Sturz auf eben solchem Untergrund, wie er auf dem Parkplatz vorlag, erwarten würde.
Weiter erklärte er, dass auf Grund der Skizzen, die vorlagen, es nur so sein könne, dass das Motorrad nach Rechts fiel, da es links angefahren wurde. Naja, das hätte ich als Laie auch zusammenbekommen. Jedoch widersprach ihm die Beklagte wehement.
Nun nahm er sich viel Zeit und stellte der Beklagten sehr viele, meiner Meinung nach sehr gute Fragen, um dahinter zu kommen, wie das Motorrad denn lag (was meiner Ansicht nach eigentlich Aufgabe der Anwälte gewesen wäre, aber seis drum). Er räumte zwar ein, dass es theoretisch möglich wäre, dass das Motorrad leicht angestoßen wurde, etwas kippte, ohne jedoch ganz umzufallen, dabei der Ständer hochklappte und daher das Motorrad nach Links fiel. An dieser Stelle huschte ein Lächeln über das Gesicht der Beklagten. Allerdings, so fuhr der Gutachter fort, hätte sich das Auto nunmehr in Sekundenschnelle aus der Fallzone begeben haben müssen, da ja an diesem keine Spuren zu sehen seien. Zudem ist es extrem unwahrscheinlich, dass das Motorrad auf der linken Seite keine Schäden davongetragen hätte. Im Gegenzug aber auf der rechten Seite genau die zu erwartenden Schäden vorliegen.
Es wurden zudem Skizzen gemacht, das Geschehen mehrmals mit Spielzeugautos nachgestellt, das Protokoll genauestens aufgenommen und mehrmals wieder vorgespielt. Schließlich dauerte seine Erklärung über eine Stunde.
Für diese Engelsgeduld bewundere ich den Mann. Ich an seiner Stelle wäre ob der mangelnden Auffassungsgabe der Beklagten, schon nach 20 Minuten durchgedreht.

Mittwoch, 30. September 2009

Wo lebe ich eigentlich!?

Das ist ja unglaublich... Ich weiß nicht ob ich weinen oder lachen soll... Ich schaue grad nebenbei "Kontrovers - Das Politikmagazin" im Bayerischen Fernsehen. Das der Sender tiefschwarz ist, war mir ja klar... Aber das geht zu weit:
Ok, erster Beitrag, den ich sah, war das Ende eines aufgezeichneten Interviews mit Theo Weigel. Es ging um die momentanen Koalitionsverhandlungen und die Verteilung der Ministerien. Letzter Satz: "Wenn Edmund Stoiber Finanzminister geworden wäre, könnte er heute sagen, erst habe er Bayern saniert und dann Deutschland." Nun ja, kann man von halten was man will.
Das krasse war der nächste Beitrag:
In Balderschwang, einer CSU-Hochburg, gab es doch bei der Wahl tatsächlich zwei Stimmen für die Linke. Diese mussten selbstverständlich gefunden und interviewt werden. Natürlich wurde nix ausglassen. Man befragte Passanten, Bauern, Wirte. Schließlich war jemand schon verdächtig, wenn er einen roten Pullover trung. Allerdings fand man die Wähler nicht. Letzter Versuch war ein "Zuagroasder" (ein Saisonarbeiter aus den neuen Bundesländern). Erst begrüßt er die Reprterin mit "Guten Tag" anstelle von "Grüß Gott". Sehr verdächtig. Im weiteren Gespräch fällt natürlich sein fehlender Dialekt auf. Noch verdächtiger. Die Reporterin will wissen, ob er gewählt hat. Er sagt, natürlich hätte er das getan. Ob sie denn Fragen dürfe, was er angekreuzt hat. Er lächelt verschämt und sagt nein. Aha! Das muss der Linke sein! Warum er sich den schäme, wird er gefragt. Kurze Antwort: "Weil ich CSU gewäht hab..." SCHNITT.
War wohl nicht die erwartete Antwort.
Um natürlich keine Peinlichkeit auszulassen fragt man jetz noch schnell den Pfarrer, ob denn jemand gebeichtet hätte, die Linke gewählt zu haben. Natürlich nicht.
Also, damit kein falscher Eindruck entsteht: Ich bin durchaus stolz, Bayer zu sein und auch weit davon entfernt Links zu wählen. Aber für solche Aktionen hab ich kein Verständnis. Ich schäme mich fast ein bisschen, dass sowas bei uns im Fernsehen kommt...

Ein Hoch auf juristische Blogs!

Ich habe schon seit langem vor, bisschen Stoff aus dem letzten Semester zu wiederholen. Strebsam, wie ich nun mal (eigentlich) bin, will ich im bevorstehenden Semster mal nen sauberen Schwung Scheine Einfahren. Aber Dank einer vielzahl juristischer Blogs, lässt es sich im Internet wunderbar Prokrastinieren. Weil streng genommen beschäftige ich mich ja den ganzen Tag mit Jura... nur nicht mit der richtigen...

Montag, 28. September 2009

Das ging ja schnell...


Die Werbewirtschaft scheint keine Zeit zu verschwenden...

"Naja so schlimm wars nicht..."

In meiner Gegend laufen schon robuste Gestalten rum. Diese Erkenntnis stammt aus einer Beweisaufnahme, der ich vor Kurzem beiwohnen durfte.

Es ging um eine Diskoschlägerei. Dem Angeklagten wurden eine Körperverletzung und eine schwere Körperverletzung zur Last gelegt.
Es wurden u.a. die beiden Geschädigten als Zeugen vernommen.
Dem Ersten (Student, 21 Jahre, groß, allerding eher "schmal gebaut") schlug der Angeklagte zunächst mit der Faust auf die Schulte (weil er alkoholbedingt dessen Gesicht verfehlte...) und trat ihm anschließend gegen die Hüfte. Der Richter fragte, wie stark die Schmerzen gewesen seien. Der Zeuge meinte dazu, es war eigtl. gar nicht so schlimm, er sei ja über zwei Meter groß. Daraufhin schauten ihn sämtliche Beteiligten aller Seiten ungläubig an. Auch auf mehrmaliges Nachfragen bestätigte der Zeuge, das er sowas schon aushalte.
Nun kam der zweite Zeuge (50, untersetzt, ebenfalls kein Schwarzenegger) an die Reihe. Ihm hatte der Angeklagte ein Cocktailglas an die Brust geworfen. Der Richter fragte wieder nach, wie schlimm denn die Schmerzen oder die Verletzungen waren. Und wieder löste die Antwort des Zeugen fragenden Blicke aus: Er hätte zwar einige Tage danach noch einen blauen Fleck an der Brust gehabt, es wäre aber gar nicht so tragisch gewesen. Schlimm wärs nur gewesen, wenn er sich gebückt hätte und dadurch das Glas an seinen Kopf geflogen wäre.
Kommentar des Richters: "Hm... Ein robustes Volk..."
Ich werd mir auf alle Fälle überlegen, ob ich in die fraglichen Etablissements noch einen Fuß rein setze. Nicht dass die noch meinen, ich gehör zu ihnen und werde getestet...

Freitag, 25. September 2009

Das dicke rote Buch...

Er stellt einen Meilenstein im Jurastudium dar: Der Schönfelder. Er macht den unterschied zwischen einem Anfänger und einem respektablen Jurastudenten. Wer ihn mit sich rumschleppt signalisiert: "Schaut her!", "Ich bin Jurastundent!", "Ich nehms ernst!" und vor allem: "ich bin schon einige Zeit dabei und nicht mehr völlig ahnungslos!". Man wird ihn bis zum Ende seines Berufslebens nicht mehr los, egal ob Rechtsanwalt, Richter oder Staatsanwalt. Angeblich hat auch Harald Schmidt einen unter dem Studioschreibtisch stehen.

Mittlerweile bin auch ich an dem Punkt angelangt, an dem ich ernsthaft über die Anschaffung dieser Loseblattsammlung nachdenke. Meine Kommilitonen sind mir dabei nicht zwingend eine Hilfe: Ein Teil, ist schon seit dem 3. Semester nur noch in schönfelder'scher Begleitung anzutreffen. Andere sind gerade dabei (in 2 Wochen beginnt das 5. Semester) sich einen zuzulegen. Die ganz extreme Fraktion will sich bis zur Examensvorbereitung auf die dtv-Ausgaben beschränken.
Und ehrlich gesagt: Ich tendiere dazu, letzterer Meinung zu folgen. Aus den Gründen:
  1. dtv-Technisch bin ich vollends eingedeckt.
  2. Hab keine Lust, meine zahlreichen Kommentierungen abschreiben zu müssen.
  3. Das Einsortieren der Nachlieferungen schreckt mich ab. Hab das bei meiner Mitbewohnerin, die im Frühjahr 1. Examen geschrieben hat, mitbekommen. Zum einen is es Zeitraubend, zum anderen ist es direkt mit Punkt 2. verbunden.
  4. Naja das Trageproblem ist zwar nicht groß, aber es ist da!
  5. Ich weiß nicht, ob ich mich wirklich jederzeit gegenüber meiner Umwelt als Jurastudent outen will, was nicht zu vermeiden sein wird, wenn ich mit dem Teil unterm Arm in die Uni gehe.
Das sind jetz zwar fünf Gegenargumente, aber die überzeugen mich nicht vollends.
Einer meiner Nachbarn, der mit mir studiert, macht es auf folgende Weise, die für mich als Kompromiss in Frage kommt: er hat sich zwar einen Schönenfelder zugelegt, jedoch ohne Ergänzungslieferungen. Mit dem Arbeitet er jetzt bis zur Examensvorbereitung.
Bis zum Semesterbeginn werd ich verusuchen, mich zu entscheiden...

Böser Assistent...

Grad drauf gestoßen: Der klägliche Versuch eines Spielers, dem Linienrichter eine Tätlichkeit anzuhängen:

Donnerstag, 24. September 2009

Frag doch deinen Linienrichter!

Zwischen dem Schiedsrichter und seinen Assistenten gibt es verschiedene Zeichenabsprachen. Unter anderem auch unauffällige Zeichen, die für den Außenstehenden nicht sofort als solche erkennbar sind. Diese nutzt man für Situationen, in denen man dem Schiri zwar etwas anzeigt, es ihm aber überlassen will, ob er so entscheidet. Z.B. werden so Karten angezeigt. Aber auch Strafstöße, wie im vorliegenden Fall, der mir neulich passiert ist, als ich an der Linie stand:

Am Strafraumeck vor mir brachte der Verteidiger den Stürmer durch Bein stellen zu Fall. Alles so, dass der Schiri, der am anderen Eck stand, nicht sehen konnte, warum genau der Stürmer fiel. Ich machte sofort das "versteckte" Zeichen, welchem auch unmittelbar der Pfiff folgte.

Die Verteidiger reklamierten natürlich, der Schiri hätte das doch gar nicht sehen können und er solle doch mich fragen, weil das ganze doch genau in meinem Blickfeld war. Mein Chef meinte nur, er hätte e wegen mir gepfiffen. Ich stand grinsend draußen und holte mir nach dem Spiel das Lob vom Beobachter...

//about the boy//

Ein sonniger Freitagvormittag in der stimmungsvollen Regensburger Innenstadt. Während sich draußen die Tauben im Justitiabrunnen vergnügen, treffen wir in der früheren Fürstenresidenz „Goldenes Kreuz“ auf den stillen Beobachter. Seine gute Laune kann nicht über den verschlafenen Blick hinwegtäuschen. Die offensichtlich lange letzte Nacht macht sich ansonsten nur noch durch das große Wasser, das er sich zu seinem Mocca Latte bestellt, bemerkbar. Ansonsten sitzt uns ein entspannter junger Mann gegenüber – ein Student in einer Studentenstadt.

Guten Morgen, Herr Beobachter.
- Servus.
Sie sehen ein wenig müde aus. Haben sie schlecht geschlafen?
- Über den Schlaf kann ich mich nicht beschweren. Allerdings war es eine lange Nacht…
Eine der berüchtigten Regensburger Studentenparties?
- (mit großen Augen) Ja! Man muss die nicht so lernintensive Zeit zu Beginn des Semesters doch ausnutzen! Gerade im Jurastudium, das einem ansonsten nicht einmal in der vorlesungsfreien Zeit besonders viele Entspannungsmöglichkeiten bietet.
Sie erwähnen gerade, dass Sie Jurastudent sind. Ein Kindheitstraum?
- So richtig Gedanken über ein mögliches Studium machte ich mir zum ersten Mal in der K12. Damals war ich fest davon überzeugt, Politologie und Slawistik zu studieren. Ein Jahr später, nach einer Info-Veranstaltung in der Uni Regensburg, schwenkte ich um auf IVWL mit Schwerpunkt Mittel- und Osteuropa. Da bekam ich aber nicht auf Anhieb einen Studienplatz. Daraufhin entscheid ich mich für Jura. Dabei blieb ich dann auch, als ich im Nachrückverfahren einen Platz für IVWL bekommen hätte.
Sie sind also Jurist, weil ihre Noten für alles andere zu schlecht waren.
- (lächelnd) Arschloch!
Sie sind auch Fußballschiedsrichter. Man könnte auf den Gedanken kommen, dass Sie einen ausgeprägten Gerechtigkeitssinn haben. Was haben ihre beiden Beschäftigungen, Schiedsrichter und Jurastudent, miteinander zu tun?
- (nachdenklich) Nun ich habe festgestellt, dass mir der tägliche Umgang mit Gesetzestexten auch beim Verstehen und Auslegen der Fußballregeln hilft, zumal ich in unserer Schiedsrichtergruppe im Lehrstab tätig bin. Auf der anderen Seite habe ich das Gefühl, dass mir die Schiedsrichterei ein solides Selbstbewusstsein…
…böse Zungen würden sagen, die Arroganz…
- (grinst)…verschafft. Jede Woche 22 Fremden gegenüberzustehen und zu sagen, wo es lang geht, hinterlässt eben seine Spuren.
Sie schreiben in ihrem Blog über viele verschiedene Themen. Mit Verlaub, ich tue mich schwer da ein System zu erkennen. Um was geht es denn genau?
- Nun primär natürlich um das, was mich tagtäglich beschäftigt, also mein Studium und die Schiedsrichterei. Darüber hinaus schreibe ich über andere Themen, die mich gerade im Moment interessieren und nicht zwingend mit Recht oder Sport zu tun haben müssen. Da ich Halbkroate bin beispielsweise auch sehr oft über Geschehnisse auf dem Balkan.
Ihre Posts wimmeln oft nur so von, ja ich würde fast sagen haarsträubenden Rechtschreibfehlern. Manchmal bessern Sie diese schon kurz nach der Veröffentlichung aus. Oft genug bleiben Sie aber wochen- und monatelang stehen. Nicht selten sind Sie dabei auf die Hilfe Dritter angewiesen. Gerade in Zeiten der Bildungskrise sollten Sie als Jungakademiker doch Vorbild sein. Wird sich das in Zukunft ändern?
- (nickt kurz ein) Tschuldigung. (wieder hellwach) Äh, nö. Es stimmt schon, dass die Orthro… Orgo… Orthographie bei mir manchmal Raum für Verbesserungen lässt. Und ich bin auch bemüht in den Posts die Rechtschreibung zu beachten. Leider kann ich nicht versprechen, dass meine Posts in Zukunft fehlerfrei sein werden. Ich bin aber sicher keinem böse, der mich auf Unstimmigkeiten aufmerksam macht.
Mit diesem Kompromiss werden wir wohl leben müssen. Können Ihre Leser jeden Montag einen Bericht über Ihre Spiele vom Wochenende erwarten?
- Nein. Das mache ich ganz bewusst nicht. (wird ernst) Da ich auch über Dinge schreibe, die der durchschnittliche Zuschauer am Spielfeldrand nicht mitbekommt, was nicht selten so gewollt ist, will ich auch nicht, dass Spiele oder Spieler auf Anhieb erkennbar sind. Die Posts sind deshalb sehr allgemein gehalten und die Beteiligten anonymisiert. Der Leser kann davon ausgehen, dass alle Erfahrungen, die in den Blog einfließen mindestens drei, vier Wochen zurück liegen.
Wieso nennen Sie sich „stiller Beobachter“?
- Wo ich den Ausdruck genau her habe weiß ich nicht mehr. Jedenfalls gefiel er mir, weil in ihm eine gewisse Zurückhaltung, ein „über-den-Dingen-Stehen“ mitschwingt. Wenn ich auf dem Fußballplatz stehe ist es auch oft so, dass ich mich sehr zurück nehmen muss. Es passiert ja durchaus, dass Zuschauer meine Meinung nicht teilen. (lacht) Da sie dabei eine unglaubliche Resistenz gegen Argumente entwickeln, ist es da besser, einfach nichts zu sagen, da alles andere eigentlich kontraproduktiv ist. Ich kann meine Meinung ja im Blog los werden.
Vielen Dank für dieses Gespräch und viel Erfolg mit ihrem Blog.

Mittwoch, 23. September 2009

Jura ./. Schiedsrichter

Jetzt mal ein allgemeiner Post, um die Brücke zur Schiedsrichterei zu schlagen.
Wenn ich mich vor oder nach einem Spiel mit Spielern, Vorständen, Zuschauern oder anderen ganz wichtigen Leuten unterhalte, kommt früher oder später die Frage, was ich denn im richtigen Leben mache (meist nach der Frage nach meinem Alter). Wenn die dann als Antwort "Jurastudent" bekommen, folgt einem erstaunten "oooh" regelmäßig der Kommentar: "Jura und Schiri, das passt ja gut zusammen!"

Sicher?

Gut, ein paar Gemeinsamkeiten kann ich nicht leugnen:
  • bessere Regel-/Rechtskenntnis als Spieler/Nichtjuristen
  • komische Kleidung, die sich deutlich vom Rest der Welt abhebt
  • Es gibt immer eine Partei, die sich hinterher ärgert
  • und schließlich: man trifft Entscheidungen
Aber in letzterer Gemeinsamkeit, seh ich auch gleichzeitig den größten Unterschied:
Nämlich in der Art und Weise, wie die Entscheidungen zu Stande kommen.

Einem Richter wird der Sachverhalt lang und breit vorgetragen, Beweise werden vorgebracht, er kann nachfragen und vor allem: er hat Zeit nachzudenken.
Ein Schiedsrichter nimmt eine Situation wahr und muss sofort entscheiden. Weder kann er sich die Beteiligten anhören oder sie befragen, noch hat er lange Zeit, sich das Geschehen durch den Kopf gehen zu lassen. In den ersten Semestern, lernt man, einen noch so einfachen Sachverhalt gründlich auf alle möglichen Probleme zu prüfen, während der Schiri innerhalb von Sekunden entscheiden soll, ob ein Foul vorlag, ob es innerhalb oder außerhalb des Strafraums war, ob er eine Karte ziehen muss...

Aber ich glaube, es ist gar kein Zufall, dass ich zwei Tätigkeiten nachgehe, die etwas mit Gerechtigkeit zu tun haben. Vielleicht liegt es mehr an mir?
Wahrscheinlich liegt es einfach an einem ausgeprägten Gerechtigkeitssinn, dass jemand Schiedsrichter wird. Dies würde erklären, warum so viele Schiedsrichterkollegen (besonderes solche, die in höheren Ligen sind) oft ihre Berufung in der Exekutive oder Judikative gefunden haben.

Letztlich passen Jura und Schiri wohl doch zusammen. Das Verbindende ist aber nicht primär die Regel-/Rechtsanwendung oder das fällen von Entscheidungen/Urteilen.
Vielmehr gehts um die innere Einstellung jedes Einzelnen.

Dienstag, 22. September 2009

Was für die Kategorie "Silberblick"...



Die Idee, uns zum 30ten gegenseitig Festschriften zu schreiben, hatten wir auch schon. Offensichtlich sind wir nicht der erste Jahrgang, der da drauf gekommen ist. Hab kurz überlegt, das Ding in meiner Hausarbeit zu zitieren. Ich hatte es schon eingebaut, hab mich aber letztendlich doch nicht getraut...
Aber ich glaub, wir werden unser Vorhaben, uns gegenseitig zu beschreiben, wohl doch in die Tat umsetzen, allein schon wegen den Beiträgen. Die Texte in obigem Werk beschäftigen sich gänzlich mit Fragen, die schon zur genüge durchgekaut wurden.
Aber wer kümmert sich mal ums Eigentumsrecht am Goldtopf am Ende des Regenbogens?
Oder das Knusperhäuschen der Hexe aus baurechtlicher Sicht?
Oder wann kommt mal eine Anleitung zum Nassauskiesen?

Routinierter Sachverständiger

Wieder ein erfolgreicher Praktikumstag hinter mir. Vormittag Zivilrecht mit einem VU (unfassbar spannend; hat 15 min gedauert, davon 8 min. gewartet ob der Beklagte vielleicht doch noch kommt), Nachmittag bei drei Strafverfahren zugesehen.

Von Polizeibeamten kennt man ja das Runterleiern der Personalien, das geht zwar schnell, aber zumindest versteht man noch alles. Sachverständige machen das, meiner Erfahrung nach, ähnlich, nur: die, die ich bisher kennen gelernt habe, sind wohl unglaublich routiniert (oder gelangweilt?). Jedenfalls schaffte es der Kollege heute, seine Personalien in unter 3 Sekunden runterzurattern. Das einzig versändliche war "Dr. kuddlmuddl, hadadadadaa, dibadubidu daddadadadad, mit dem gegaga nicht verwandt oder verschwägert." Natürlich gefolgt von der Anrede "Hohes Gericht". Und der Satz ging ohne Bezug zur Anrede weiter. Nach seiner Befragung packte er seine sieben Sachen und verließ, während des Plädoyers des Staatsanwalts, fluchtartig den Saal. Er sparte sich so vielleicht 15 Minuten. Gemessen an den 4 Stunden, die er bereits im Gericht war, also nicht viel. Meiner Meinung nach zeugt das nicht gerade von Respekt.

Von seinem Auftreten brauch ich gar nicht anzufangen. Das er ein älterer Herr ist, rechtfertigt in meinen Augen nicht, dass das Alter seines Anzugs mit dem der Gerichtsmöblierung (schätze 70er...) korrespondiert. Nicht, dass jetzt hier ein falscher Eindruck entsteht: ich bin nicht oberflächlich (glaub ich zumindest). Der Typ ist fachlich sicher Top. Zwar wird auch, zB hier, die Meinung vertreten, dass nur Blender Wert auf Äußerlichkeiten legen. Aber was würde das denn für einen Eindruck machen, wenn einer 1. kompetent ist, 2. respektvoll auftritt (zB deutlich redet) und 3. ordentlich gekleidet ist? Wär doch ne super Kombi. Und Mängel an den Punkten 2. und 3. sollten doch wirklich nicht schwer zu beheben sein...