Mittwoch, 18. November 2009

Ich bin ja tolerant, aber...

Ok, es gibt kirchliche Feiertage. An einigen Tagen herrscht Tanzverbot, wie Allerheiligen oder Karfreitag. Diese Tage haben auch eine besondere Bedeutung für das Leben in einer christlich geprägten Gesellschaft. Es sind Tage der Besinnung, des Totengedenkens, man verbringt den Tag mit der Familie. Das man an diesen Tagen keine Party macht, ist nachvollziehbar. Erst recht im katholischen Bayern.
Aber dann kommt da dieser Buß- und Bettag daher. Heute ist alles normal. Jeder geht in die Arbeit oder an die Uni. Wieso ist da Tanzverbot!? Stört es den praktizierenden Evangelen wirklich mehr, ob ich tanze, als dass er arbeiten muss?Ausnahmsweise lässt man sich mal überreden, abends in die Stadt zu gehen. Und dann prangt auf dem Eingang des Lieblings-Etablissements ein Schild "Wegen Buß und Bettag ab Mitternacht Tanzverbot" [sic!]*. Und tatsächlich wird um zwölf Uhr die Musik runtergeregelt.

In Bayern haben die Schulen heute zu. Das war letztes Jahr auch so. Und vorletztes Jahr. Und das Jahr davor auch. Und... Jedenfalls war es für die Barbetreiber wohl trotzdem nicht vorhersehbar, dass sich die Besucherzahl, ob der partywilligen 12-Klässler, im Vergleich zu den letzten Wochen, ungefähr verdreifachen wird. Deshalb wird nur eine von zwei Theken geöffnet. Natürlich die neben der Tanzfläche. Wo am meisten los ist. Die Theke, die nur über die enge Treppe erreichbar ist. Ein unfassbares Gedränge war dort. Was sicherlich auch der Unerfahrenheit des jungen Publikums mit vollen Diskos geschuldet ist. Aber ganz im ernst: Ich fühl' mich zu alt für so 'nen Sch*** solche Sachen.

Positive Aspekte des gestrigen Abends:
  • Auf der Suche nach Alternativbars, kommt man mal wieder in Schuppen rein, in denen man ewig nicht mehr war.
  • Man hat ein super Gesprächsthema mit dem muslimischen Taxifahrer: religiöse Feiertage
 
*wollte es fotografieren, habs aber "vergessen"...

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