Mittwoch, 4. November 2009

Und wer zahlt's!?

SPON berichtet heute, dass die Deutsche Polizeigewerkschaft eine Beteiligung des DFB und der DFL an den Polizeikosten bei Fußballspielen fordert. Nach Vorstellung der DPolG, soll der DFB pro Saison etwa 50 Millionen Euro locker machen. Bei Personalkosten von über 100 Millionen pro Saison, wäre das ein "echter Freundschaftspreis", so Rainer Wendt, Bundesvorsitzender der DPolG.

Zweifellos ist so eine Forderung durchaus vertretbar. Warum sollte die Gemeinschaft (hier: Steuerzahler) für Kosten aufkommen, die durch das Vergnügen (Fußball kucken) einiger weniger (Fußballfans) entstehen?
Nun weiß ja der interessierte Fußballfan, dass weder die Vereine, noch die DFL und erst recht nicht der DFB gerne Geld verschenken. Also stellt sich die Frage, wer am Schluss zahlt. Und die Antwort findet sich ebensoleicht:
Die Fans und Zuschauer.
Und hier ist es dann wieder so, wie oben: Die Gemeinschaft (jetzt: alle Fans) zahlt die Polizeieinsätze, die durch das "Vergnügen" (Straßenschlacht olé!) einger weniger (gewalttätige Fans) entstehen.

Sollte eine solche Beteiligung also tatsächlich kommen, bleibt wohl nur zu hoffen, dass die Vereine versuchen, die Kosten zu drücken, indem sie ihre Fans diszipilnieren (siehe beispielsweise England, die ihr Hooliganproblem einigermaßen unter Kontrolle gebracht haben*) und diese nicht stur an die Fans weiterreichen.

Fair-Fans.com - Fussballfans gegen Gewalt im Fusball Sport

*wobei ich nicht sagen will, das dortige System wäre das allein seligmachende, besonders in Bezug auf Datenschutz, Videoüberwachung usw.

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