Montag, 30. November 2009

Nah am Studierenden

Es ist ja in Ordnung, dass der abwesende Professor von wissenschaftlichen Mitarbeitern vertreten wird. Es sei auch darüber hinweg gesehen, dass diese rhetorisch vielleicht nicht so gewandt sind, wie der Lehrstuhlinhaber. Aber wenn ich mir die Vorlesung trotzdem antue anhöre, dann könnte man sich doch wohl solche Kommentare, bezüglich anderer Studenten, die den Hörsaal (im Nachhinein wohl zurecht) verlassen, sparen:
"Man kann sich ruhig auch Vorlesungen anhören, die von wissenschaftlichen Mitarbeitern gehalten werden. Ich bin ja viel näher an euch dran! Der Professor war damals im Exam der Beste in Bayern! Ohne eure Leistung schmälern zu wollen: das werden die wenigsten von euch schaffen. Da ist meine Leistung eher möglich - zumindest für die, die zu den Besten zehn Prozent in Bayern gehören!"
An diesem Punkt hätte sie (jaja es war eine wissenschaftliche MitarbeiterIN...) keinem böse sein dürfen, der jetzt auch gegangen wäre.

Samstag, 28. November 2009

Donnerstag, 26. November 2009

Verloren im Weltweitnetz VII - Wert eines Studenten...

Dieses Video wurde am 24.11. an der Philosophischen Fakultät in Rijeka aufgenommen: 



Übersetzung:
"Ihr habt alle Leute rausgeworfen, okay. Dies ist ein Labor, geht raus! Denn hier gibt es Gerätschaften, die mehr wert sind, als ihr alle zusammen!"
Auch wenn der Professor in gewisser Weise für die Geräte verantwortlich sein mag, könnte man bei dem Thema ein bisschen mehr Fingerspitzengefühl erwarten.

Standpunkt gefunden

War gestern auf der Demo und hab mir die Proteste mal aus der Nähe angesehen. Wie man an der linken Sidebar unschwer erkennen kann, weiß ich jetzt, dass ich den Bildungsstreik unterstütze. Auch wenn ich mich nicht mit allen Forderungen identifizieren kann, finde ich den Protest unterstützenswert.

Mittwoch, 25. November 2009

Dienstag, 24. November 2009

Netter Versuch

Auch in Kroatien streiken die Studenten.
Dort gab es heute vermeintliche Zugeständnisse von der Regierung:

Premierministerin Jadranka Kosor:
"Učinit ćemo sve da se osigura besplatno školovanje za sve studente koji izvršavaju svoje obveze."

"Wir werden alles dafür tun, eine kostenlose Ausbildung für alle Studenten zu gewährleisten, die ihren Verpflichtungen nachkommen."

Bildungsminister Radovan Fuchs:
"Od iduće akademske godine redoviti studenti neće više plaćati participaciju, što će omogućiti novi zakon o sveučilištima koji će potpuno reorganizirati sustav i otvoriti nove načine financiranja"

"Ab dem nächsten akademischen Jahr werden ordentliche Studenten keinen Beitrag mehr zahlen müssen, ermöglicht durch ein neues Hoschulgesetz, welches das System völlig neu organisieren und neue Finanzierungsmöglichkeiten eröffnen wird."

Die Studenten aber trauen dem Braten nicht so ganz.
Einerseits springt einem die Beschränkung auf  Studenten, "die ihren Verpflichtungen nachkommen" ins Auge. Dies soll wohl an den ECTS-Punkten gemessen werden. Außerdem wird es auch nur für das Erststudium gelten.
Andererseits stehen in Kroatien die Präsidentschaftswahlen vor der Tür. Es ist also sehr fraglich, ob das "neue Hochschulgesetz" nach den Wahlen in der Form zu Stande kommt.
Die Proteste gehen also weiter.

Quelle: http://www.tportal.hr/vijesti/hrvatska/44607/Studenti-izglasali-blokadu-Filozofskog-fakulteta.html

Verloren im Weltweitnetz VI - Ja keine Ahnung...

Ein eigentlich ganz gut gemachter Film. besonders den älteren Herren, der sich freut, dass nach 41 Jahren endlich wieder Studentenproteste sind, find ich cool. Nur sind auch zwei Studierend_Innen dabei, die irgendwie keine Ahnung haben, was sie da machen. Bin gespannt, ob man drauf kommt, wen ich meine:


Muss ich auch zündeln?

Die Uni Regensburg brennt. Also sie ist besetzt.

Vor einigen Tagen wurde ich von einem Leser gefragt, wann ich endlich was über den Bildungsstreik schreibe. Meine Antwort war, dass ich nicht genau weiß, auf welcher Seite ich stehe. Darauf die entsetzte Frage: "Wie kann man denn für Studiengebühren sein!?"

Bevor Missverständnisse aufkommen: Ich bin auch gegen Studiengebühren.
Ich weiß nur noch nicht, ob mir die Art wie dagegen protestiert wird, gefällt. Ich verfolge zwar den Blog der Regensburger Besetzer BesetzerInnen, aber ich werde mir das Ganze wohl erst mal aus der Nähe ansehen müssen.

Montag, 23. November 2009

12.54 Uhr, Jura-Cafete

Um es vorweg zu nehmen: Ja ich fühle mich deswegen schlecht. Zumindest ein bisschen. Ja ich weiß, im H2 protestieren meine Kommilitonen gegen Studiengebühren. Die harren dort Tage und Nächte aus, um auf die miserablen Studienbedingungen aufmerksam zu machen.

Und was mache ich?


Sitze mit meinen Juramädels um 13.00 Uhr in der Cafete. Kuchen essend und Prosecco trinkend...

Sonntag, 22. November 2009

Gentlewomen ist auch anders...

Kleiner Nachtrag zu meinem Beitrag über mangelnde Fairness im Fußball:



DamenFrauenfußball hab ich mir zarter vorgestellt...

Mittwoch, 18. November 2009

Romantik im Recht

Aus einem Lehrbuch für Sachenrecht*:
"Kein Fall von Besitzdienerschaft liegt vor beim Besitz von Ehegatten [...]."
Das hat mich spontan an eine der romantischten Zeilen aus der Feder des Herren Farin U. erinnert:

Ich bin ja tolerant, aber...

Ok, es gibt kirchliche Feiertage. An einigen Tagen herrscht Tanzverbot, wie Allerheiligen oder Karfreitag. Diese Tage haben auch eine besondere Bedeutung für das Leben in einer christlich geprägten Gesellschaft. Es sind Tage der Besinnung, des Totengedenkens, man verbringt den Tag mit der Familie. Das man an diesen Tagen keine Party macht, ist nachvollziehbar. Erst recht im katholischen Bayern.

Montag, 16. November 2009

Verloren im Weltweitnetz V - Geltungsdrang

Hast auch du Angst, einmal nicht im Mittelpunkt zu stehen? Hier eine kurze Videoanleitung, wie man dem entgegenwirken kann:

A gentleman's sport?

In der aktuellen Schiedsrichterzeitung findet sich ein Artikel über Schiedsrichtertrikots im Wandel der Zeit. Was meine Aufmerksamkeit besonders auf sich zog, war allerdings weniger der Artikel, als viel mehr dieses Foto und die dazugehörige Bildunterschrift:

Samstag, 14. November 2009

Deutlich in Unterzahl

Pro Spiel hat ein Schiri es mit, Auswechselspieler dazugezählt, 28 Spielern zu tun. An einem durchschnittlichen Wochenende mit zwei Spielen ist das Verhältnis Schiri zu Spieler also etwa 1:56. In einem Monat 1:224.
Da ist es klar, dass man sich nicht jedes Gesicht merkt.

Gestern in der "Revan": Ich geh so durch die Menge, als mich plötzlich einer anstrahlt:
"Heeeeee! Unser Lieblingsschiri! Wann pfeifst uns mal wieder?"
Zunächst fand ich schon mal gut, auf so eine nette Art begrüßt zu werden. Nur Dummerweise konnte ich überhaupt nicht einordnen, bei welchem Verein er spielt, geschweige denn, wie er heißt.
Nach bisschen Smalltalk bin ich drauf gekommen, dass er A-Jugendspieler ist. Vor drei Wochen war ich bei seinem Verein. Schätze mal der "Lieblingsschiri" bezog sich auch auf den 8:1-Sieg, den sie da einfuhren...
Jedenfalls musste ich ihn auf die Rückrunde vertrösten. Jetzt steht ja erst einmal die wohlverdiente Winterpause an.

Freitag, 13. November 2009

Willst du cool die Straße rocken...

...nimm die Hose aus den Socken!
Kleiner Nachtrag zur gestrigen Strafrechtsvorlesung:
Ich habe vor kurzem mal geschrieben, dass unser Prof gerne durch die Reihen geht und den Studierenden mehr oder weniger anspruchsvolle Fragen stellt. So auch gestern. Nun begab es sich am gestrigen Tage, dass just zu dem Zeitpunkt, als sich der Professor fast ganz oben befand, die dortige Tür auf ging. Die beiden eintretenen Herren wurden sofort herzlich begrüßt und aufgefordert Platz zu nehmen. Sie sahen sich zwar zunächst ein wenig verloren um, suchten sich dann aber ein gemütliches Plätzchen. Dieses befand sich glücklicherweise sehr weit vorne, sodass jeder beim hinuntergehen sah, dass die beiden... nun ja... zumindest nicht das juristische Kleidungsklischee erfüllten:

Donnerstag, 12. November 2009

Nicht lang drum rum reden...

...sondern gleich zum Punkt kommen:
"Voraussetzungen für die Wirksamkeit nennt man Wirksamkeitsvoraussetzungen."
Aus der heutigen Erbrechtsvorlesung. Schön...

Ein Hauch von Rechtsgeschichte...

Meine Professorin im Schwerpunkt hat neulich bemängelt, die Rechtsgeschichte hätte für viele ihrer Kollegen nur wenig Bedeutung und diene denen faktisch nur noch als colorandi causa.

Heute in Strafrecht: A entwendet der B, die bei W zur Untermiete wohnt, eine Filmkamera. Frage: Erklären sie die Begriffe "Filmkamera" und "Untermiete".

Mittwoch, 11. November 2009

Verloren im Weltweitnetz IV

"Diese Erstis" werden auch immer älter...

Gestern in der Bib: Die Baustelle vor unserem Lesesaal, von welchem aus man übrigens einen wudervollen Panoramablick auf selbige genießt, war gegen 18 Uhr endlich verstummt. Die Geräuschkulisse hatte nun tatsächlich Ähnlichkeit mit der einer richtigen Bibliothek. Doch die ersehnte Stille wurde jäh unterbrochen: Ein Handy erfüllte den Lesesaal mit seinen lieblichen Klängen. Ich fragte mich erst, welcher Ersti jetzt peinlich berührt nach draußen rennen würde. Doch dann stand ein älterer Herr mit seinem Mobiltelefon auf und ging seelenruhig, unter den erstaunten Blicken der Studierenden, hinaus.
Ich muss wohl meine Vorurteile überdenken...

Montag, 9. November 2009

Liebe ist doch nicht für alle da...

Das neue Rammsteinalbum "Liebe ist für alle da" kommt auf den Index. Wegen den Liedern "Pussy" und "Ich tu' dir weh", sowie dem Artwork, das eine S/M-Darstellung zeigt, die für Jugedliche nicht geeignet sei.
Die letzeren Gründe kann ich nachvollziehen, geht es im Text doch unter anderem um Nagetiere und Stacheldraht in Verbindung mit verschiedenen Körperöffnungen.
Aber "Pussy"? Angeblich regt dieses Lied zu ungeschütztem Geschlechtsverkehr an - in Zeiten von AIDS ein Unding. Ich frage mich nur, wo? Ich habe es mittlerweile oft genug gehört. Seien wir uns mal ehrlich:

Ereignisstau...

1799: Napoleon beendet durch einen Staatsstreich offiziell die Französiche Revolution.
1918: Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg gründen in Berlin die Zeitung Die Rote Fahne.
1918: Novemberrevolution in Berlin, Ende der Monarchie in Deutschland.
1923: Der Hitler-Ludendorff-Putsch wird von der Bayerischen Landespolizei vor der Feldherrnhalle in München blutig niedergeschlagen.
1925: Hitler ordnet die Gründung der Schutzstaffel an.
1938: Reichsprogromnacht
1953: In Kassel wird die erste Fußgängerzone in Deutschland eröffnet.
1967: Bei der feierlichen Amtseinführung des neuen Rektors der Hamburger Universität entfalten Studenten ein Transparent mit dem Spruch Unter den Talaren – Muff von 1000 Jahren.
1989:„Das tritt nach meiner Kenntnis… ist das sofort, unverzüglich“: Fall der Berliner Mauer.
1993: Die 1566 erbaute Stari most (dt.: Alte Brücke), das Wahrzeichen der Stadt Mostar in Bosnien-Herzegowina, stürzt nach andauerndem Beschuss durch die kroatische Armee ein. 
2001: Nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 beschließt der Deutsche Bundestag das Anti-Terror-Paket.
2007: Der Deutsche Bundestag verabschiedet mit 366 zu 156 Stimmen (bei zwei Enthaltungen) das umstrittene Gesetz zur Vorratsdatenspeicherung. 

Samstag, 7. November 2009

Jura-Fete ./. Provinztanztempel

Ich hatte dieses Wochenende die Möglichkeit einen interessanten Vergleich zu machen: Am Donnerstag war ich in Regensburg auf der Jura-Fete im "Nachtschicht" (fka. "Nachtkuss", fka. "Volksbad", fka. "Domus"...). Ich fands echt gut. Heißer Brei dieses Posts: Das Publikum war durchwegs sehr ansehnlich, alle waren nett zueinander*, die wenigsten entsprachen den gängigen Juristenklischees, ich fühlte mich wohl.
Freitag fuhr ich dann Heim in den schönen Bayerwald. Nach der Schiriversammlung, besuchte ich das "Revolution", in der Gegend besser bekannt als "d'Revan". Der Unterschied zu Regensburg fiel mir noch nie so stark auf, wie dieses Mal.
Da ich kein Freund von Vorurteilen bin und ich nicht wissenschaftlich belegen kann, dass der durchschnittliche BMI tatsächlich ca. vier Punkte über dem auf der Jura-Fete lag, gibt es hier nur nüchterne Fakten:

Mittwoch, 4. November 2009

Und wer zahlt's!?

SPON berichtet heute, dass die Deutsche Polizeigewerkschaft eine Beteiligung des DFB und der DFL an den Polizeikosten bei Fußballspielen fordert. Nach Vorstellung der DPolG, soll der DFB pro Saison etwa 50 Millionen Euro locker machen. Bei Personalkosten von über 100 Millionen pro Saison, wäre das ein "echter Freundschaftspreis", so Rainer Wendt, Bundesvorsitzender der DPolG.

Zweifellos ist so eine Forderung durchaus vertretbar. Warum sollte die Gemeinschaft (hier: Steuerzahler) für Kosten aufkommen, die durch das Vergnügen (Fußball kucken) einiger weniger (Fußballfans) entstehen?
Nun weiß ja der interessierte Fußballfan, dass weder die Vereine, noch die DFL und erst recht nicht der DFB gerne Geld verschenken. Also stellt sich die Frage, wer am Schluss zahlt. Und die Antwort findet sich ebensoleicht:

Unlust ./. Gegenfrage

Es soll ja Professoren geben, die Fragen stellen. Es soll durchaus auch solche geben, die tatsächlich Antworten erwarten! Und manchmal soll es sogar vorkommen, dass der Prof einzelne Studenten aufruft! Ungeheuerlich!
Einen solchen Prof haben wir in Strafrecht BT II. Da allgemein bekannt ist, dass die Zuhörer in den ersten Reihen aufgerufen werden, sind die vorderen Plätze regelmäßig sehr dünn besetzt. Also eigentlich gar nicht. Gestern scheint wohl wieder irgendeine Party gewesen zu sein*, jedenfalls waren in dem Hörsaal, der für 200 Leute ausgelegt ist, nur die allerletzten 5 Reihen besetzt.
Unser Prof hat die Angewohnheit, die leeren Reihen auszulassen und zu den wenigen besetzten Plätzen nach oben zu kommen. Er geht dann reihum um und stellt kleinere Fragen, die meist relativ schnell beantwortbar sind, idR ist wirklich nur die eigenen Meinung gefragt.
Was aber heute auffiel:

Montag, 2. November 2009

Verloren im Weltweitnetz III - Morbide im Internet....

Wieso schaue ich mir in letzter Zeit immer Videos an, in denen irgendwelche Leute andere Leute umbringen!?


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Die Qual der Wahl

Was mich die letzten Wochen beschäftigte: Welchen Schwerpunkt wähle ich für mein Studium? An möglichen Kriterien mangelt es nicht.
Zu meiner Verwunderung ging fast keiner nach dem, in gymnasialen Mittelstufen so beliebten, "Best-Friend-System" vor. Nach dem Motto: "Meine beste Freundin nimmt auch Steuerrecht!".
Die meisten stellten sich eher die Fragen, was sie später mal am ehesten brauchen können (Wahl fiel dann auf den Schwerpunkt "Unternehmenssanierung") oder was sie am meisten interessiert (regelmäßig dann Medizinrecht oder Strafrecht).
Ich hab mich als einziger dazu entschlossen, den Schwerpunkt nach dem Prof auszuwählen. Jetzt bin ich bei "Grundlagen der Rechtsordnung" gelandet, weil ich die Professorin so cool finde.
Aber natürlich interessiert mich des auch... und es bringt einem Vorteile fürs Examen, wegen Grundwissen und so... und alle meine Freunde sind auch da...

Juristen und ihre Erfahrungen...

Hier habe ich vor kurzem darüber geschrieben, wie man sich durch verschiedene, vermeintlich "normale" Wörter, als Juratudent outet.
Gestern ist ein neues dazu gekommen. Ein Wort, dass ich tatsächlich so nicht erwartet hätte: "Erfahrungsgemäß".

Sonntag, 1. November 2009