Samstag, 27. Februar 2010

Seminararbeit - Tage 2 bis 4

Ich habe kopiert. Viel kopiert. Und viel Kaffee getrunken. Und ein wenig zu viel rumgesantlt. War ja auch fast frühlingshaftes Wetter in Regensburg.

Aufgaben für die nächste Woche:
  • noch mehr kopieren
  • dem nächsten Ersti, der meint, er müsse für seine schwule Anfängerhausarbeit 147 BGB-Kommentare horten (u.a. MEINEN!) eins auf die Fresse geben. Wahlweise fragen, ob ich den schnell haben kann. Überleg ich mir noch.

Montag, 22. Februar 2010

Seminararbeit – Tag 1

Nachdem ich in der letzten Woche die „Semesterferien“* genossen habe, hieß es heute wieder "auf in den Kampf": die Seminararbeit steht an.
Mein Seminar: „Berühmte Prozesse der römischen Antike“.
Mein Thema: „Otacilia vs. Visellius Varro: Abwehr der Arglist einer Geliebten“.
Meine Erwartung: viel Stoff für die Rubrik "Romantik im Recht".

Erst war ich happy, dass Google das empfohlene Fallbuch** als eBook hat. Vielleicht spar ich mir ja bisschen Kopierarbeit. Die Freude währte nur kurz: die letzte Seite „ist nicht Teil dieser Buchvorschau“. Aber geldgierig zuvorkommend, wie Google nunmal ist, werden diverse Links zu Amazon, Weltbild, usw. angeboten.
Freundlicherweise hat uns unsere Professorin das Buch in ihrem Sekretariat bereitgestellt und wir können es zum kopieren ausleihen. Sonst müsste jeder Seminarteilnehmer es aus "Philosophie II" (ich weiß nicht mal wo das ist...) holen. Also bei der netten Sekretärin kurz angeklopft, den für mich wichtigen Fall kopiert und gleich wieder zurück gebracht, es will ja vielleicht noch jemand haben. Somit ist der erste Schritt (wenn auch nur ein kleiner) geschafft: Ich weiß ungefähr, um was es bei meinem Thema geht.
Phase zwei: weitere Literatur. Die findet man für gewöhnlich in den Fußnoten. Die heißen so, weil sie am Fuß der Seite zu finden sind. Dieses Buch arbeitet allerdings mit Endnoten. Sie stehen also am Ende des Werkes. Hätte ich vielleicht wissen können, wenn ich mir das Buch beim kopieren angesehen hätte. Also nochmal rauf ins Sekretariat. Wieder runter, weil um 13.00 Uhr Mittagspause war. Um 14.00 Uhr nochmal rauf und die Endnoten kopiert.

Bisherige Erkenntnisse:
  • Der Römer an sich war auch kein Kind von Traurigkeit (als hätte ich’s nicht vorher gewusst…)
  • Innerhalb von 2000 Jahren gab's sehr sehr viele Leute, die sehr sehr viel zum Thema "Arglist" geschrieben haben
  • Dem ersten Eindruck zu Folge, wird "Romantik im Recht" nicht zu kurz kommen

*ob ich dieses Wort jemals ohne Anführungszeichen schreiben kann?
**Liebs, Detlef, Vor den Richtern Roms: Berühmte Prozesse der Antike, Verlag C.H. Beck, 1. Auflage, München 2007

Sonntag, 21. Februar 2010

Ich liebe den DJ - nicht...

Nachdem ich mich mittlerweile durchaus zur Stammkundschaft der „Discothek Revolution“ in Geiersthal zähle, muss ich an dieser Stelle mal eine Lanze für dieses Etablissement brechen.
In den letzten Monaten hat sich die Musikauswahl meiner Meinung nach sehr gut entwickelt. Zumal mittlerweile offensichtlich auf die „Rausschmeißer“ zwischen 23.45 und 00.15 verzichtet wird, in welcher immer ziemlich übles Material raus gekramt wurde. Auch hat der DJ ab und an ein luzides Intervall, welches der feiernden Hotelfachfrauen- und Fließenlegergesellencrowd durchaus wohlklingenden Elektrosound beschert. Lob dafür.
Trotzdem noch ein kleiner Kritikpunkt: Die üblen „Remixe“. Ich bin jedes Mal hellauf begeistert, wenn ich die ersten Töne von „I came for You“ von den Disco Boys höre. Unerfreulicherweise schalmeit einem sehr bald die nur bedingt engelsgleiche Stimme von „Fatman Scoop“ entgegen. Ich würde jetzt nicht so weit gehen, Fatman oder dem DJ den Tod zu wünschen. Aber der ein oder andere Peitschenhieb, wahlweise ein Engagement als Alleinunterhalte auf Kaffeefahrten, nicht unter 8 Monaten, wären wohl angemessen.

Donnerstag, 18. Februar 2010

Romantik im Recht III

Vor einiger Zeit habe ich hier über das vermeintlich überdenkenswerte Frauenbild der Juristen geschrieben.
Nun wird es Zeit für ein Gegenbeispiel. Hier wird der Frau immerhin schon ein Mitspracherecht eingeräumt:
"Im entschiedenen Fall steht außer Frage, dass der Beschwerdeführer heiraten konnte, wen er wollte (sofern die Auserwählte dazu bereit war)."
gefunden in NJW 2004, 2347, 2348, sog. "Hohenzollern-Entscheidung".

Ich glaub‘ solche Sätze sind der Grund dafür, warum ich doch ganz gern juristische Zeitschriften lese.

Mittwoch, 17. Februar 2010

Pfiade Ballmann!

Da ist man mal einen Tag nicht online und dann werden gleich Lieblingsblogs gekillt eingestellt. Mal abgesehen davon, ob man die Aktion von Udo Vetter, die hier beim "Rechtler" sehr schön zusammengefasst ist, gutheißen will oder nicht, wird mir der Blog von „Richter Ballmann“ fehlen. Ein großer Verlust für die deutsche Bloggosphäre, wie ich finde.

edit:
Dazu auch lesenswert: Zu-Recht-gewiesen

Samstag, 13. Februar 2010

Verloren im Weltweitnetz X - Terminskollision

Morgen ist Sonntag. Also mithin Fußballtag. Allerdings ist auch Valentinstag. Könnte in so manchen Beziehungen zu Friktionen führen. Hier zeigen ein paar Hooligans Fußballfans, wie man beides unter einen Hut bekommt:


gefunden bei: Fritten, Fußball & Bier

Donnerstag, 11. Februar 2010

Lernschaden

Klausuren sind zu Ende! 
Und wenn's wen interessiert, wie es um meinen Humor mittlerweile bestellt ist:
Ich hab mich gestern tierisch über § 2269 BGB amüsiert.
"Tod des Überlebenden"... haha, ein Riesending...

Mittwoch, 10. Februar 2010

Ich find's herrlich!

Heute in der Jura-Cafete:
- "Habt ihr schon gehört? Die PT-Bib wird morgen abgerissen!"
- "Wie? und wo lernen die dann? Kommen die langhaarigen PTler dann zu uns!?"
- "Ich hab' gestern in der Bib schon eine mit einem "Fachschaft Pädagogik"-Pulli gesehen!"
Also zunächst die Fakten:
Es wird nicht die PT-Bibliothek abgerissen, sondern die dortige Cafete die nächsten neuen [sic! soll wohl "neun" heißen] Monate renoviert.

Zum Gespräch:
Ja wir Juristen halten uns offensichtlich für was Besseres. Aber weil ich so gerne die Moralkeule schwinge, hier ein Textauszug, auf den ich ebenfalls heute gestoßen bin:
"Unter den Studierten behaupten die Rechtsgelehrten, allen übrigen weit voraus zu sein; ich kenne überhaupt kaum Menschen, die auf sich so eingebildet wären wie diese. Im Grunde ist jedoch, was sie tun, nur eine Sisyphusarbeit. In einem Atemzug drechseln sie eine große Anzahl aus der Luft gegriffener Gesetze zusammen, und indem sie Auslegungen auf Auslegungen, Erläuterungen auf Erläuterungen häufen, erwecken sie bei dem Volke den Glaube, daß von allen Wissenschaften die ihrige die anstrengendste Tätigkeit erfordere; was aber schwer erscheint, das pflegt man ja stets auch herrlich zu finden."
aus: Erasmus von Rotterdam: "Das Lob der Torheit", gefunden in: JuS 1991, 769

Jura ist herrlich und die Pädagogen (und Pädagoginnen...) sind herzlich willkommen!

Es ist ruhig hier, zu ruhig...

Es gibt Orte, an denen Mobiltelefone verboten sind. In Flugzeugen, weil die sonst abstürzen. An Tankstellen, weil die dann Explodieren (oder so…). Oder in Bibliotheken. Damit dort die anderen Besucher/Studierenden/Schlafenden nicht gestört werden. Was ist der Unterschied zwischen dem letzten und den ersten beiden Fällen? Richtig, es hat trotzdem jeder sein Handy dabei. Damit es trotzdem ruhig bleibt, nutzen 99,9% aller „Bibber“* den sogenannten „Vibrationsalarm“. Heute war aber glaub ich der Tag, an dem der halbe Lesesaal zu den 0,1% gehörte. gefühlte 167 Mal klingelte irgendein Handy. Und das in den schönsten Melodien, die 1997 auf dem Nokia 5110 (mit austauschbarer Oberschale!) cool waren. Dafür ist das Tropfen weg…

*das neu coole Wort für Leute, die in der sogenannten „Bib“ sitzen.

Sonntag, 7. Februar 2010

*freu*

Das wichtigste für den Durchschnittsexhibitionisten ist ja Aufmerksamkeit. Entsprechend hab ich mich gefreut wie ein frisch paniertes Wienerschnitzel, als ich gesehen hab, dass vor kurzem zum ersten Mal zitiert wurde! Ich werde in der Bloggosphäre wahrgenommen!

Donnerstag, 4. Februar 2010

'n Witz

Mit Gruß an Nico muss ich diesen Juristenwitz jetzt unbedingt endlich los werden:
Warum mögen Lesben kein Sachenrecht?

Mittwoch, 3. Februar 2010

Löscharbeiten

Offiziell „brennt“ unsere ja Uni noch. Also sie ist besetzt. Die Unileitung kämpft zwar dagegen an, jedoch bin ich mir nicht sicher, ob die nun gewählte Methode wirklich ans Ziel führen wird: In einer Nacht- und Nebelaktion wurden von 400, speziell dafür auf einer Bohrinsel geschulten Einsatzkräften, sogenannten „Malbohro-Männern“, an verschiedenen Stellen am Unigebäude Löcher gebohrt, durch die es jetzt rein tropft. Unter anderem in die Bibliothek. Auf eine harte Stelle. Die dadurch entstehende Soundkulisse muss ich wohl nicht näher beschreiben. Aber trotzdem waren die Folterkammern Lesesäle bis auf den letzten Platz besetzt.
Diese beiden Umstände sorgten dafür, dass ich mal wieder versuchen werde, daheim zu lernen…

Montag, 1. Februar 2010

Auf diesen Stein können sie bauen

Nach langem hin und her ist es jetzt doch so weit: Ich habe seit heute einen Schönfelder.
Jetzt geht's ans Kanten verstärken... Vielleicht fällt mir auch eine anderweitige Verzierung ein. Man muss sich ja abheben. Achja, meine Kommentierungen aus dem dtv-Text sollt ich vielleicht auch übertragen...

Ein Hoch auf deutsche Tugenden...

Vorurteile sind böse. So oder so ähnlich bekommt man das von klein auf mit. Aber trotzdem hat jeder welche. Das finde ich auch nicht schlimm, solange man weiß, wie man mit ihnen umgehen muss. Man sollt eben trotzdem offen und bereit sein, seine Meinung unter Umständen zu ändern. Das obliegt einerseits uns selbst, andererseits erwarten wir es auch von anderen.
Das fällt jedoch schwer, wenn es immer wieder Leute gibt, die Vorurteile vortrefflich bestätigen. Mit Deutschen wird ja im Ausland immer eine, sagen wir‘s mal positiv, Liebe zu Vorschriften und eine gewisse Autoritätshörigkeit verbunden, siehe hier. Und genau das sehe ich in letzter Zeit immer wieder bestätigt.