Juhe! Endlich wieder ein Wochenende mit Fußball hinter mir. Und dann gleich zwei Spiele. So sehr ich im November die Pause herbeisehnte, so viel Spaß hat’s mir diesmal gemacht.
Aber sogleich wird es wieder Zeit für Regelkunde:
Die Gastmannschaft hatte den Spielerpass des Ersatztorwartes vergessen. Für die Fußballlaien: Ohne diesen darf er nicht am Spiel teilnehmen, sprich eingewechselt werden.
Vor dem Spiel kommt der Trainer auf uns* zu, teilt uns dies mit und endet mit der Frage: „Wenn wir den trotzdem einwechseln, müssen wir den Pass dem Sportgericht nachreichen und sonst nix, oder?“
Unsere Standardantwort beim Thema Sportgericht, die eigentlich von jedem Schiri kommen muss: „Das hängt vom Gericht ab und nicht von uns. Wir schreiben nur eine Meldung darüber, falls der Pass nicht bis Spielende vorgelegt werden kann.“
Der Trainer hakt nach. Letztes Mal sei das doch auch so gewesen. Wir müssten das doch wissen.
Genau hier machen viele Schiris einen Fehler: Sobald ich dem Trainer recht gebe („Ja wenn das da so war, dann dieses Mal sicher auch“), wird er mich darauf festnageln. Sollte das Sportgericht nämlich anders entscheiden, wird er sich auf mich berufen. Und gerade im Wiederholungsfall bietet sich eine härtere Strafe ja an.
In dieser Situation ist der Schiri eben weniger Richter, als vielmehr Polizist (bah… dieser Vergleich passt mir irgendwie gar nicht…), der die „Straftat“ weiterleitet.
Der Ersatztorwart wurde übrigens nicht gebraucht. Wir haben ihn einfach aus dem Spielbericht gestrichen. So waren alle fein raus. Insbesondere sparten wir uns das Meldung Schreiben
*das ist kein Pluralis Majestatis, sondern meint das Schiedsrichtergespann; beim Durchlesen kam's mir bisschen komisch vor ;)
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