Freitag, 8. Januar 2010

EU-Erweiterung

Seit Jahren führt Kroatien Verhandlungen über den Beitritt zur Europäischen Union, doch es geht nichts vorwärts. Die Bevölkerung ist genervt und, Umfragen zu folge, mittlerweile mehrheitlich gegen einen EU-Beitritt Kroatiens. Diese Haltung vertritt auch Milan Bandić, der ehemaige Bürgermeister Zagrebs, der am kommenden Sonntag gegen den Juraprofessor Ivo Josipović in der Stichwahl zum krotischen Präsidenten steht.
Lange Zeit war ich stark dafür, dass Kroatien der EU beitritt. Dies hat sich nach meinem letzten Besuch gravierend geändert. Ich konnte nicht glauben was ich dort sah. Als ich feststellte, das es fast überall so ist, durchfuhr es mir Mark und Bein. Solange diese Zustände bestehen bleiben, ist Kroatien einfach nicht bereit für einen Beitritt.
In Kroatien herrschen massivste, für Mensch und Material kaum auszuhaltende, bauliche Mängel an den "bewegliches und meist verschließbare Bauteilen, die den Zugang zu Gebäuden oder Räumen ermöglichen oder verhindern", kurz Türen.
In Deutschland ist man es gewohnt, dass sich Ladentüren an Geschäften und öffentlichen Gebäuden selbst öffnen oder aber zumindest selbstständig schließen. Das ist in Kroatien fast niergends der Fall. Eine unverhältnismäßige Zumutung für den auf Konsum ausgerichteten Mitteleuropäer. Nach jedem Betreten oder Verlassen eines geschäfts, muss die kaufkräftige Kundschaft wertvolle geistige Ressourcen dafür aufbringen, um sich nochmal umzudrehen und die Tür hinter sich zu schließen. Solange sich da nichts ändert, seh ich für den EU-Beitritt Kroatiens schwarz...

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