Montag, 30. Mai 2011

"Wenn eine Frau so etwas nicht will, dann soll's halt daheim bleiben!"

Hab' bei SPON gerade einen Artikel gelesen, der in die Kategorie "wenn's nicht traurig wär, wär's lustig" fällt.
In Sydney gingen 2500 Menschen, vorwiegend Frauen in aufreizender Kleidung, auf die Straße, um gegen sexuelle Belästigung zu protestieren.
Anlass war die Aussage eines kanadischen Polizisten, "Frauen sollten sich nicht wie Schlampen kleiden, um nicht schikaniert zu werden", die dort schon im Frühjahr zu ähnlichen Protesten führte.

Das erinnerte mich an die Drecksaunummer von Günther Grünwald, in der am Ende der Strafrichter eine ähnliche Aussage macht:


Hier das ganze in gespielter Form. Die Anmerkung des Richters wird hier aber vom Angeklagten übernommen:


In Form von Satire kann man über so eine Aussage ja noch lachen. Aber wenn das ein Polizist sagt, fange ich schon an mich zu Fragen, in was für einer Welt wir eigentlich leben...

Sonntag, 29. Mai 2011

Ich hab' ja so fleißige Freunde



Aber auch nur, weil es keiner reinschreibt, wenn er seine Zeit wo anders versantelt...

(santeln, preuss.: etwa "es gemütlich angehen lassen", neudeutsch: "chillen", "gammeln")

Donnerstag, 26. Mai 2011

Ein Versuch, zu Hause zu lernen

Viele Kommilitonen lernen grundsätzlich nur in der Bibliothek. Dort ist es still und man kann jederzeit etwas nachschlagen.
Allerdings lauern auch Ablenkungen. Stichwort: "Kaffeepause".

Auch daheim eröffnet sich eine Vielzahl an Nebenbeschäftigungen (Facebook, bloggen :) ). Aber wenn man sich ein wenig zusammenreißt, geht's auch hier.

Seit ein paar Wochen das Wetter sehr schön ist, läuft allerdings auch unser Hausmeister wieder zur Höchstform auf. Und ich musste feststellen, dass es tatsächlich möglich ist, fünf Tage hintereinander, den ganzen Vormittag mit lärmender Gartenarbeit zu verbringen.
Die Lärmimmissionen seiner Geräte, gliedern sich in etwa wie folgt:


Hab' ich erwähnt, dass ich seit ein paar Wochen Fan des graphitti-blog bin?

Dienstag, 24. Mai 2011

Montag, 23. Mai 2011

Öfters mal 'n Päuschen - nicht!

Ich dachte früher immer, Fußball wäre ein "richtiger Männersport". Aber seit ich Freunde habe, die mir von ihren Erfahrungen beim American Football und Eishockey berichten, bin ich mir da nicht mehr so sicher.
Jetzt sehe ich so ein Fußballspiel, was das Jammern der Spieler betrifft, aus einer etwas anderen Perspektive.

Ein Beispiel:
Bei einem meiner letzten Spiele hatten wir sehr schönes Wetter, 23 Grad mit Schleierwolken am Himmel. Da muss man beim Fußball durchaus mal schwitzen.
Die Spieler waren in der 80. Minute schon ziemlich platt, als ich von einer Dame am Spielfeldrand den Satz "Mei, der Schiri macht ja auch keine Trinkpause!" hörte. Ich dachte zuerst, das wäre ironisch gemeint und auf die schlechte Kondition der Spieler bezogen und lachte sie an. Darauf regierte sie relativ empört und fragte mich, warum ich denn da auch noch lache? Sie hatte es also ernst gemeint. Nun gut.
Nach dem Spiel erfuhr ich von einem meiner Linienrichter, dass auch ein Betreuer das Fehlen einer Trinkpause bemängelte...

Es gibt seit einiger Zeit (ich glaube seit dem "Jahrhundertsommer 2006") tatsächlich die Möglichkeit für den Schiedsrichter, zur Hälfte jeder Halbzeit eine kurze Trinkpause einzulegen. Aber eben nur bei außerordentlich hohen Temperaturen. 23 Grad zählen für mich da nicht dazu.
Ich bin der Meinung, dass man durchaus mal 45 Minuten ohne "richtige" Pause aushalten kann. Es ist ja nicht so, dass die Spieler gar nichts trinken, in fast jeder kleineren Pause (Ball holen, Torjubel, Verletzung) holen sich einige eine Erfrischung. Da braucht es nicht auch noch eine längere Unterbrechung durch mich. Das zieht das Spiel nur in die Länge. Und wie ein Schirikollege einmal sagte: "Überstunden werden nicht bezahlt!".
Als nächstes machen wir dann, fünf Minuten nach der Trinkpause, eine Pinkelpause...

Freitag, 20. Mai 2011

Und ich finde die Wehrpflicht weiterhin gut!

Achtung, der Nachfolgende Post beinhaltet ein Augenzwinkern und erfordert Humor.

Warum ich in manchen Situationen doch für die allgemeine Wehrpflicht bin.

So oder so ähnlich lief es in meiner Grundausbildung ab, als wir noch nicht selbständig in die Mittagspause gingen, sondern zum Essen "geführt" wurden. Es mag so wirken, als wäre die Zeit etwas knapp bemessen, sie entspricht aber in etwa der Realität. Aber wie gesagt, nur während der Grundausbildung.

161215Baug06 (16.8.2006, 12:15 Uhr):
Der 2. Zug der 2./GebJgBtl 232, ca. 36 Mann, steht angetreten vor der Kantine.

161216Baug06 (12:16):
Der Erste empfängt sein Mittagessen. Er kann zwischen zwei Gerichten wählen. Er entscheidet sich blitzartig, da er weiß, dass hinter ihm 35 Kameraden warten. Er nimmt sich einen Teller und geht an seinen Platz.

161224Baug06 (12:24):
Der Letzte nimmt Platz und beginnt zu essen.

161239Baug06 (12:39):
Der Zug steht abmarschbereit vor der Kantine.

Zum Vergleich, wie sich das ganze in der Unimensa verhält:

16.5.2011, 12:15
Die Schlange staut sich bis nach draußen. Ich stelle mich an.

12:17
Mittlerweile stehe ich im Mensagebäude.

12:23
Ich kann das Menü lesen.

12:28
Ich nehme ein Tablett und sehe schon die Essensausgabe.

12:29
Vor mir drei "Ungediente" die JETZT anfangen zu überlegen, was sie denn essen könnten. Unmittelbar vor der Essensausgabe. Das schier unüberschaubare Angebot macht es ihnen nicht leicht. Es gibt vier Hauptgerichte, fünf Beilagen und drei Nachspeisen. Nicht zu vergessen die Möglichkeit, etwas "mit ohne Soße" zu bestellen und die Salattheke. Ich warte.

12:30
Der Erste nimmt sich ein Teller Chille, merkt aber, dass er doch lieber den Schweinebrustspitz einen Meter vorher haben will. Er stellt das Teller zurück. Die freundliche Mensadame weist ihn darauf hin, dass das aus hygienischen gründen nicht erlaubt ist. Ich warte.

12:31
Nach dem Argument, er habe dass Teller nur von unten angefasst, lässt man ihn gewähren. Ich gehe einen Schritt weiter.

12:32
Er steht vor den Beilagen und wartet auf das Kartoffelpüree, das gerade vergriffen ist. Die Nudeln, die zur Genüge da wären, interessieren ihn nicht. Ich warte auch.

12:33
Das Püree ist da. Er schiebt sein Tablett an die Salattheke. Eine reiche Auswahl. Er weiß diesmal genau was er will. Den Salat in der zweiten Reihe, "Aber bitte ohne Dressing!". Ich warte, bis er eine Schüssel ohne Dressing bekommt. Wir gehen an die Kasse.

12:34
Er sucht nach seinem Geldbeutel. Die Zahlungsaufforderung traf ihn offensichtlich unerwartet. Ich warte.
Er legt den Geldbeutel auf das Mensacard-Lesegerät, hat aber zu viel anderes Zeug darin, sodass die Mensacard nicht erkannt wird. Er fummelt die Karte heraus. Ich warte.
Leider reicht der Betrag auf der Karte nicht. Er muss bar bezahlen. Dazu leiht er sich Geld von einem Freund. Ich warte.

12:35
Ich bezahle, suche mir ein schönes Plätzchen am Fenster und schwelge in Erinnerungen an die gute alte Bundeswehrzeit, als alles so schön unkompliziert war.

Wir haben mittlerweile eine meiner Meinung nach wirklich gute Mensa. Dass man zu den Stoßzeiten anstehen muss, ist normal. Aber wenn man zusätzlich auch noch solche, zugegebenermaßen etwas übertrieben beschriebene, Trödler vor sich hat, kostet es doch noch ein paar Nerven mehr. Eine Grundausbildung hätte denen vielleicht gut getan.

(Ich bitte von Kommentaren á la  "Man kann mit dem Anstehen in der Mensa doch keinen Grundwehrdienst begründen!" abzusehen :)

Montag, 16. Mai 2011

Vorurteile im Strafrecht AT

Momentan bin ich dabei, den AT des Strafrechts zu wiederholen. In einem Lehrbuch* stieß ich auf folgende Passage, die ich nicht unkommentiert stehen lassen will:


Das Beispiel spielt auf die "Gubener Hetzjagd" an, bei welcher ein Asylbewerber von mehreren rechtsextremen Jugendlichen verfolgt wurde. Auf der Flucht trat er eine Glastür ein und verletzte sich dabei so schwer, dass er starb.
Worum es mir geht: leider ist es tatsächlich so, dass "Skinheads" mittlerweile synonym für "Rechtsextreme" verwendet wird, obwohl die Skinheadszene ursprünglich links, bzw. unpolitisch war und auch heute noch ist. Durch die Medien wurde über die Jahre das Bild des rechtsextremen Skinheads gefestigt.
So, Vorurteil ausgeräumt :)



*Wessels/Beulke, Strafrecht Allgemeiner Teil: Die Straftat und ihr Aufbau, C.F. Müller Verlag, 40. Auflage, Heidelberg 2010.

Donnerstag, 12. Mai 2011

Eine Frage der Organisation

Am Montag hatte ich noch kritisiert, dass sich die Volkszählerin, die für mein Wohnheim zuständig ist, angekündigt hat für "zwischen 16:30 und 18:00". Dabei habe ich unsere wohnheiminternen Kommunikationswege nicht bedacht. Sobald die Dame da war, läutete mein Telefon. Ich wurde auf ein Stockwerk gebeten, auf welchem im Laufe von etwa einer Stunde wohl fast das halbe Wohnheim vorbei kam. Jeder, der angerufen wurde, rief selbst noch 3 andere an. Wir sparten uns so die Wartezeit und die Volkszählerin ein gutes Stück Fußmarsch :)

Montag, 9. Mai 2011

Ich werde gezählt

Gerade habe ich einen Umschlag mit dem Aufdruck "Zensus2011" aus meinem Briefkasten gefischt. Ich werde in Kürze gezählt werden. Genauer gesagt am Mittwoch. Wann genau, dass wissen die Damen und Herren Volkszähler leider nicht genau, es heißt nur:


Irgendwann in dieser Zeit, wird die Dame in unserem Wohnheim vorbei schauen. Weil Studenten ja nichts besseres zu tun haben, als zu warten. Ich für meinen Teil, bin sowieso universitär beschäftigt. Mal sehen, ob sich da was mit dem Onlinefragebogen machen lässt.
Hoffe nur, dass meine Mitbewohner den Briefkasten rechtzeitig leeren und den Brief lesen. Irgendwo habe ich gelesen, dass die Strafe bei 150 Euro beginnt...

btw: Ein sehr schöner Beitrag von RA Munzinger findet sich hier. Ich komm aus dem Lachen nicht mehr raus...

Samstag, 7. Mai 2011

"Auch ein Unmensch ist ein Mensch"

Diese Überschrift trägt ein Beitrag im Blog der Sendung quer des BR. Ich dachte dabei zuerst an die nachträgliche Sicherungsverwahrung. Letztlich geht es aber um Angela Merkels Freude über den Tod von Osama bin Laden. Meiner Meinung nach sehr sehenswert.