Der erste Bundesligaspieltag ist rum und schon gibt es den ersten Diskussionsstoff. Ich greife mir an dieser Stelle mal das das Tor zum 1:0 im Spiel Hannover 96 gegen TSG 1899 Hoffenheim heraus. Ab 1:45 ist der Freistoß zu sehen, durch den es erzielt wurde:
Torwart Tom Starke schimpfte laut weltfussball.de nach dem Spiel, es wäre ein Regelverstoß, wenn der Schiedsrichter den Ball bei einem Freistoß nur durch ein Handzeichen frei gäbe.
Damit hat er grundsätzlich recht. Wenn der Ball vom Schiedsrichter gesperrt wurde, um die Mauer zu stellen, muss er das Spiel danach zwingend durch Pfiff freigeben.
Nur hatte Schiri Thorsten Kinhöfer in dieser Situation den Ball gar nicht gesperrt - dementsprechend gab es auch nichts frei zu geben. Er fragte den späteren Torschützen Schlaudraff lediglich, ob dieser das Mauerstellen wolle, was er verneinte.
Starke passierte also ein typischer Anfängerfehler, den ich persönlich zum letzten Mal vor 4 Jahren auf einem Turnier von Freizeitmannschaften miterleben durfte.
Bei einem Freistoßpfiff, ist der Ball grundsätzlich frei, um eine schnelle Wiederaufnahme des Spieles zu ermöglichen, die gefoulte Mannschaft soll ja einen Vorteil durch den Freistoß haben. Der Schiedsrichter kann die schnelle Spielfortsetzung allerdings unterbinden, indem er den Ball sperrt, um beispielsweise einen verletzten Spieler behandeln zu lassen oder einen Spieler zu ermahnen/verwarnen.
Stehen Gegenspieler weniger als 9,15m von Ball entfernt, muss grundsätzlich der ausführende Spieler das Mauerstellen verlangen. Aus Praktikabilitätsgründen fragt der Schiri bei Freistößen kurz vor dem Tor auch nach, ob er die Mauer stellen soll. Erst dann wird der Ball gesperrt, was er laut sagt und idR auch durch ein Zeichen anzeigt. Bevor das nicht geschehen ist, sollte der Torwart auf alle Fälle den Ball im Blick behalten.
Was die Freistoßausführung betrifft, lief also alles regelkonform ab.
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