Neues aus dem Fall Kempter. Gerade hab ich auf SPON gelesen, dass der Schiedsrichter Michael Kempter von einem Drittligaspiel, für das er zunächst angesetzt war, wieder zurückgezogen wurde. Die Ansetzung war erfolgt, obwohl der junge SR kein Spiel mehr bekommen sollte, bis der Skandal aufgeklärt wird. Kempter beschuldigt den ehemaligen Schiedsrichterbeobachter Manfred Amerell der sexuellen Belästigung.
Mal abgesehen vom Skandal selbst, der ja schlimm genug ist, stört mich wirklich die Art, wie dem begegnet wird. Da treffen sich Menschen vor Gericht, handeln in stillen Kämmerchen irgendwelche Deals aus, Schiris werden angesetzt und dann wieder abgezogen.
Was ist das denn für ein Bild nach außen!? Letztendlich wirft das doch ein schlechtes Licht auf alle Schiedsrichter. Wie soll ich denn einem 16-Jährigen Schiri klar machen, dass er nicht mit kurzer Hose zu einem Spiel fahren soll, weil das unseriös wirkt (diese Regelung stimmt wirklich!), wenn die oberen sich eine solche Schlammschlacht liefern?
Schiedsrichter im DFB-Bereich gelten immer als Beispiel für Disziplin, Zurückhaltung, Souveränität.
Aber das was da gerade abgeht, ist der Schiedsrichtertätigkeit, so wie ich sie mir vorstelle, nicht würdig.
Nennt mich altmodisch, aber Vorbilder sehen für mich anderes aus.
Um das vielleicht klar zu stellen: Die meisten Schiris, besonders die, die ich kenne, erfüllen die obigen Tugenden zweifellos. Es geht mir nur um das Verhalten, der an dem Skandal beteiligten.
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