Ich begann diesen Post vor etwas längerer Zeit und will ihn jetzt endlich beenden:
Zur Ausgangslage: Als ich zu schreiben begann wurde in Regensburg um das Semesterticket gestritten. Ich wollte eigentlich nichts mehr dazu schreiben, da ich schon sehr viel an anderen Stellen kommentiert hatte.
Eine Sache gibt es aber noch, die mich wahnsinnig stört: das Bild, das die nicht studierenden Bevölkerung offensichtlich vom heutigen Studenten hat.
Um was es ging:
In Regensburg gab es bis vorletztes Semester ein Busticket für Studenten. Dieses beruhte auf einem Solidarmodell, sprich: ausnahmslos jeder Student in Regensburg zahlte 49 Euro im Semster und konnte dann mit seinem Studentenausweis das gesamte RVV-Netz nutzen. Nun sollte der Preis angehoben werden. Der RVV will 72 Euro, die Studentische Vollversammlung stimmte für eine Erhöhung auf 59 Euro.
In Regensburg gab es bis vorletztes Semester ein Busticket für Studenten. Dieses beruhte auf einem Solidarmodell, sprich: ausnahmslos jeder Student in Regensburg zahlte 49 Euro im Semster und konnte dann mit seinem Studentenausweis das gesamte RVV-Netz nutzen. Nun sollte der Preis angehoben werden. Der RVV will 72 Euro, die Studentische Vollversammlung stimmte für eine Erhöhung auf 59 Euro.
Zu den Argumenten will ich mich an dieser Stelle nicht weiter äußern. Mir kommt es darauf an, wie die Ablehnende Haltung der Studenten in der Bevölkerung wahrgenommen wurde.
Die moderateren Kritiker begnügten sich damit, darzustellen, wie günstig das Ticket auch bei 72 Euro immernoch ist, wenn man dies denn mit dem regulären Preis vergleichen würde. Diese Kritik lässt sich leicht mit dem Solidarmodell entgegnen, wenngleich wohl 72 Euro auch in einem solchen System vertretbar wären.
Schlimmer fand ich jedoch die Kommentare, in denen Studenten per se als faul, geizig und versoffen hingestellt wurden. Ich habe mich gefragt, was der Hintergrund dessen sein mag und habe überlegt, welche Studenten denn tatsächlich wahrgenommen werden.
Vor allem liegt es wohl daran, dass man nur diejenigen sieht, die abends weg gehen. Auch unter der Woche. Das kann der Arbeiter nicht, der tut es aber am Wochenende. Dabei sind zwei Punkte zu beachten:
1. Als Student kann man sich seine Zeit oft frei einteilen, bzw. hat einen ungewöhnlich Stundenplan. Zum einen kann kann man doch Abends weg gehen, wenn man bis 21 Uhr in der Bibliothk saß. Zum anderen ist das auch völlig in Ordnung, wenn am nächsten Tag erst um 10 Uhr die Vorlesung los geht.
2. Der Anteil der Studenten, die Abends weg gehen, ist wohl eher gering. In Regensburg studieren ca. 28.000 Studenten. Die Diskos sind eher klein und fassen, soweit ich bisher gehört habe, jeweils nur ca. 400 bis 500 Personen., wobei sie unter der Woche selten voll sind. Wenn also 1500 Studenten unterwegs sind, und das ist mE großzügig geschätzt, sind immernoch 26500 daheim.
Dann sah man nach der Vollversammlung am 6.11. eine kleine Gruppe von ca. 50 Studenten, die durch die Albertstraße zog und Beleidigungen skandierte. Diese "Demonstration" war zuvor auf der Versammlung abgelehnt worden. Diese Chaoten lassen alle Studenten ebenfalls wieder einem schlechten Licht dastehen.
1. Als Student kann man sich seine Zeit oft frei einteilen, bzw. hat einen ungewöhnlich Stundenplan. Zum einen kann kann man doch Abends weg gehen, wenn man bis 21 Uhr in der Bibliothk saß. Zum anderen ist das auch völlig in Ordnung, wenn am nächsten Tag erst um 10 Uhr die Vorlesung los geht.
2. Der Anteil der Studenten, die Abends weg gehen, ist wohl eher gering. In Regensburg studieren ca. 28.000 Studenten. Die Diskos sind eher klein und fassen, soweit ich bisher gehört habe, jeweils nur ca. 400 bis 500 Personen., wobei sie unter der Woche selten voll sind. Wenn also 1500 Studenten unterwegs sind, und das ist mE großzügig geschätzt, sind immernoch 26500 daheim.
Dann sah man nach der Vollversammlung am 6.11. eine kleine Gruppe von ca. 50 Studenten, die durch die Albertstraße zog und Beleidigungen skandierte. Diese "Demonstration" war zuvor auf der Versammlung abgelehnt worden. Diese Chaoten lassen alle Studenten ebenfalls wieder einem schlechten Licht dastehen.
Was man nicht sieht, sind die Studenten, die lernen, egal ob daheim oder in der Bibliothek. Man sieht auch nicht die arbeitenden Studenten. Aus meinem Bekanntenkreis weiß ich, dass es so gut wie niemand ohne Nebenjob durchs Studium schafft.
Ich finde es schade, dass viele Kommentatoren alle Studenten über einen Kamm scheren. Vermutlich stört mich das so sehr, weil ich es selbst gewohnt bin, mehrere Stunden am Tag in der Bibliothek zu verbringen und zudem noch mit einem Nebenjob mein Studium finanzieren muss. Von einer 40-Stunden-Woche (oder vielleicht noch wenig...), wie sie Wohl die meisten der Kommentatoren "genießen", kann ich momentan nur träumen.
So, jetzt hab ich meinem Ärger endlich Luft gemacht.
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