Mittwoch, 12. Mai 2010

Pausenbeschäftigung

Mal wieder was für die Fußballabteilung dieses Blogs:
Fußballplätze und die dazugehörigen Vereinsheime und Umkleidekabinen unterscheiden sich in Aufbau und Ausstattung teilweise eklatant.
Es gibt Umkleiden, die für einen einzelnen Schiri schon zu klein sind, geschweige denn für ein Gespann. Auf der anderen Seite war ich auch schon in modernen Neubauten, in welchen jeder Schiri seine eigene Dusche hat.
Neulich war ich bei einem Verein, wo die Schiris im Keller untergebracht sind. Das darf man jetzt nicht falsch verstehen. Man zieht sich dort im Saunaraum um, ergo ist es sehr sauber, geräumig und man hätte sogar mehrere Liegestühle.

Das einzige Problem:
Da die Spieler oben sind, bekommt man nicht mit, wenn die ihre Halbzeitpause vorzeitig beenden.
So geschehen an eben jenem Tag, als ich als Schiedsrichterassistent dort war.
Wir saßen in der Pause unten und gingen nach 12 Minuten hoch. Da ich noch den Schlüssel abgeben musste, kam ich als letzter raus. Im Gang traf ich noch den Ersatztorwart, der aufs Klo wollte, jedoch auf Grund der Kombination von Laminat einerseits und Eisenstollen seinerseits beinahe stürzte und mich dabei fast mitgenommen hätte. Im Hinausgehen gehen rief ich meinen beiden Kollegen zu "He, da hätte mich jetzt fast einer umgegrätscht". Daraufhin bemerkte ich, wie still es auf dem Platz war. Alle Spieler standen schon auf dem Platz und alles wartete nur noch auf mich.

Kurz vor Anpfiff fragte mich ein Zuschauer hinter mir: "Habts es no schaf'kopft!?" (preuß.: "Habt ihr noch Schafkopf gespielt?"). Meine Antwort: "Na, mia samma doch nur zu dritt - mia hamma gwadt!" (für alle zuagroasten: "Nein, wir sind doch nur zu dritt - wir haben Wadten gespielt!"
Es ist schon ein schönes Gefühl, die Zuschauer so weit auf seiner Seite zu  haben, dass sie einen sogar gegen die Spieler verteidigen...

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