Donnerstag, 13. Mai 2010

Grantln

Info vorab: Begriffserklärung gibts hier

Gestern auf der Regensburger Maidult war einiges los.
Unter anderem kam ein interessantes Gespräch über traditionelle Trachten auf. Die meisten, die man heutzutage auf Volksfesten sieht, sind 08/15-Lederhosen und -Dirndl von der Stange. Ist ja auch in Ordnung, da die "richtigen" sehr teuer sind.
Schnell kam das Gespräch aber darauf, inwiefern man die Tracht mit "normaler" Kleidung kombinieren kann/darf.
Die Antwort:
so gut wie gar nicht!

[grantln on]
Chucks sind einfach nicht mit einer Lederhose kompatibel! Es sieht nicht gut aus! Geschweige denn zum Dirndl! Es ist auch nicht cool oder flippig oder sonstwas!
Und diese Halstücher bei Männern! BAH! Der richtige Bayer nennt diese "ein absolutes no-go"!
Außerdem spreche ich mich an dieser Stelle ausdrücklich für Alterskontrollen in Bierzelten aus! Es kann doch nicht sein, dass kleine Jungs, die kaum über die Bierbank schauen können, mit Masskrügen herumlaufe.
Und diese Leute (im gestrigen Fall waren es keine richtigen Leute, sondern Halbwüchsige), die Biertische freihalten, indem sie ihre Jacken draufwerfen sind meine neuen Lieblinge! Es ist ja schön und gut, dass man Plätze am dem Tisch, an dem man sitzt, frei hält (was übrigens in der Regel auch nicht erlaubt ist). Aber die Nebentische zu besetzen, weil in einer Stunde noch paar Leute nachkommen, erfüllt mich mit Hass Missmut.
[grantln off]

Es war aber ein schöner Abend. Die Bedienung hat schnell festgestellt, dass sich das Konsumverhalten an unserem Tisch von dem der 16-Jährigen leicht unterschied, was uns sicherlich Sympathien einbrachte.
Schlägereien (bayr.: "scherzen") gab's nicht wirklich, abgesehen von den beiden lederbehosten Jungs, für die der Türsteher allerdings nur jeweils eine Hand brauchte. Hatte durchaus Unterhaltungswert.

Die musikalische Beschreibung eines typischen Volksfestbesuches möchte ich euch natürlich nicht vorenthalten:

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