Freitag, 25. September 2009

Das dicke rote Buch...

Er stellt einen Meilenstein im Jurastudium dar: Der Schönfelder. Er macht den unterschied zwischen einem Anfänger und einem respektablen Jurastudenten. Wer ihn mit sich rumschleppt signalisiert: "Schaut her!", "Ich bin Jurastundent!", "Ich nehms ernst!" und vor allem: "ich bin schon einige Zeit dabei und nicht mehr völlig ahnungslos!". Man wird ihn bis zum Ende seines Berufslebens nicht mehr los, egal ob Rechtsanwalt, Richter oder Staatsanwalt. Angeblich hat auch Harald Schmidt einen unter dem Studioschreibtisch stehen.

Mittlerweile bin auch ich an dem Punkt angelangt, an dem ich ernsthaft über die Anschaffung dieser Loseblattsammlung nachdenke. Meine Kommilitonen sind mir dabei nicht zwingend eine Hilfe: Ein Teil, ist schon seit dem 3. Semester nur noch in schönfelder'scher Begleitung anzutreffen. Andere sind gerade dabei (in 2 Wochen beginnt das 5. Semester) sich einen zuzulegen. Die ganz extreme Fraktion will sich bis zur Examensvorbereitung auf die dtv-Ausgaben beschränken.
Und ehrlich gesagt: Ich tendiere dazu, letzterer Meinung zu folgen. Aus den Gründen:
  1. dtv-Technisch bin ich vollends eingedeckt.
  2. Hab keine Lust, meine zahlreichen Kommentierungen abschreiben zu müssen.
  3. Das Einsortieren der Nachlieferungen schreckt mich ab. Hab das bei meiner Mitbewohnerin, die im Frühjahr 1. Examen geschrieben hat, mitbekommen. Zum einen is es Zeitraubend, zum anderen ist es direkt mit Punkt 2. verbunden.
  4. Naja das Trageproblem ist zwar nicht groß, aber es ist da!
  5. Ich weiß nicht, ob ich mich wirklich jederzeit gegenüber meiner Umwelt als Jurastudent outen will, was nicht zu vermeiden sein wird, wenn ich mit dem Teil unterm Arm in die Uni gehe.
Das sind jetz zwar fünf Gegenargumente, aber die überzeugen mich nicht vollends.
Einer meiner Nachbarn, der mit mir studiert, macht es auf folgende Weise, die für mich als Kompromiss in Frage kommt: er hat sich zwar einen Schönenfelder zugelegt, jedoch ohne Ergänzungslieferungen. Mit dem Arbeitet er jetzt bis zur Examensvorbereitung.
Bis zum Semesterbeginn werd ich verusuchen, mich zu entscheiden...

2 Kommentare:

  1. Fuer Letzteres spricht im Grunde alles. Jetzt kaufen und nicht aktualisieren. Vorm Examen dann einen neuen kaufen. Kommentieren darf man hier sowieso nicht. Die Ergaenzungslieferungen sind tatsaechlich nervig und vorallem auch teuer. Das bringts nicht. Eine gaenzliche Alternative stellen die Nomostexte dar. Man hat da vernuenftiges Papier und eine gute Bindung - und der Preis ist auch in Ordnung.

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  2. Wie man darf nicht kommentieren? Also ich meine damit Verweise auf andere §§, das ist meines Wissens erlaubt...

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