Dienstag, 1. Februar 2011

Verloren im Weltweitnetz XVIII - "Der Eyecatcher"

Aus der Reihe "Wie ich mit meiner Powerpoint-Präsentation reich und berühmt werde"
Heute: Der "Eyecatcher".

Für einen gelungenen Vortrag ist es von entscheidender Bedeutung, von Beginn an die volle Aufmerksamkeit des Zuhörers zu erlangen.
Zu vermeiden sind daher Wendungen wie "Mein heutiges Thema lautet...", "Ich referiere heute über..." oder "Mein Thema ist...". Solche Einleitung befördern das Plenum unmittelbar in den geistigen Stand-by-Modus.

Besser ist es hingegen, mit einem sogenannten "Eyecatcher" zu beginnen, einem Blickfang, der die Neugier des Publikums weckt.
Dazu eignen sich Bilder und Slogans, die tatsächlich visuell wirken. Das "Eye" muss allerdings nicht wörtlich genommen werden. Die Aufmerksamkeit kann auch anderweitig geweckt werden, beispielsweise durch Bezugnahme auf Tagesaktuelle Geschehnisse oder den Einsatz anderer Medien.

Zu letzterem ein Beispiel:


Wie zufällig wird die eigentliche Präsentation kurzzeitig von einem, als Bildschirmschoner getarnten Video verdrängt, welches weibliche Körperteile zum Inhalt hat.

Beachte:
Auch bei der Wahl des Videos, gibt es so manchen Stolperstein!
An obigem Beispiel lässt sich dies gut nachvollziehen:

Gut war, dass der Dozent sofort die volle Aufmerksamkeit der Zuhörerschaft hatte. Zudem wurde die Stimmung sofort spürbar lockerer, was ein effektiveres lernen ermöglicht.
Jedoch bergen solche Videos auch immer die Gefahr, vom zu vermittelnden Stoff abzulenken. Die Zuhörer sind unter Umständen so auf das Video fixiert, dass sie den nachfolgenden Ausführungen des Dozenten nicht mehr adäquat folgen können.

Fazit:
Ein einleitender "Eyecatcher" ist für das Gelingen einer Präsentation unerlässlich, birgt jedoch besondere Gefahren.
Schafft man es aber, die Balance zwischen Entertainment und Information zu halten, ist man auf dem Weg zum erfolgreichen Vortrag schon einen großen Schritt weiter.

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